Eklat vor der CL-Partie! Vermummte Piräus-Hooligans stürmen Platz - „Es war wie im Krieg!“

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Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hatte im Herbst mehr als 200 führende Persönlichkeiten festnehmen lassen.

Von Prinzen, Politikern, Geschäftsleuten

Saudi-Arabien kassiert 85 Milliarden von Korruptionsverdächtigen

Die Verhaftungswelle gegen führende Persönlichkeiten in Saudi-Arabien wegen Korruption hat dem Land umgerechnet mehr als 85 Milliarden Euro eingebracht.

Amman - Nach den Ausgleichszahlungen von vielen der insgesamt 381 Vorgeladenen befänden sich noch 56 Menschen in Gewahrsam, erklärte der saudische Generalstaatsanwalt Saud al-Mudschib am Dienstag.

Bei einer Massenverhaftung im Herbst hatte Kronprinz Mohammed bin Salman mehr als 200 führende Persönlichkeiten des Landes festsetzen lassen - darunter auch Prinzen, Geschäftsleute und hochrangige Politiker. Sie waren im Luxushotel Ritz Carlton in Riad eingesperrt, das Mitte des Monats wieder öffnen soll.

Nach Angaben des Generalstaatsanwalts schließen die Zahlungen verschiedene Formen von Vermögenswerten ein, darunter auch Immobilien, Handelsgesellschaften, Wertpapiere und Bargeld. Diejenigen, die bereits freigekommen seien, hätten entweder die gegen sie erhobenen Vorwürfe zugegeben und sich mit der Regierung geeinigt, oder es habe keine ausreichenden Beweise gegeben.

Vor wenigen Tagen war auch der saudische Prinz und Milliardär Al-Walid bin Talal nach monatelangem Arrest wieder freigekommen. Er ist laut „Forbes“ einer der reichsten Männer der Welt. Es wird angenommen, dass er und andere riesige Summen dafür zahlten, das Luxushotel verlassen zu dürfen und einem Prozess zu entgehen.

Beobachter sahen hinter dem Vorgehen den Versuch des einflussreichen Kronprinzen Mohammed bin Salman, seine Macht zu festigen. Der 32-Jährige gilt als eigentlicher Herrscher des Landes und steht auch an der Spitze eines neu geschaffenen Anti-Korruptions-Ausschusses. Zudem braucht das Königreich große Summen für den Umbau seiner Wirtschaft, bei dem die Erlöse aus der Anti-Korruptions-Kampagne helfen könnten.

dpa

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