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Mohammed bin Salman.

Deutsch-Israelische Gesellschaft erfreut

Saudi-Kronprinz überrascht mit Israel-Aussage: Recht auf ihr eigenes Land

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hat den Vorstoß des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman begrüßt, der Israel das Recht auf ein eigenes Land zugesprochen hat.

Es sei eine „sehr vernünftige Position“, sagte Hellmut Königshaus am Dienstag im Deutschlandfunk. „Mit Saudi-Arabien hätte Israel natürlich einen starken Partner an der Seite, wenn es denn tatsächlich auch die gesamtpolitische Auffassung ist und nicht nur die des Kronprinzen“, sagte Königshaus. Die gesamte saudische Gesellschaft sei seiner Auffassung nach „noch nicht ganz so weit“.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman in einem Interview des US-Magazins „The Atlantic“ gesagt, er glaube, dass Palästinenser und Israelis das Recht auf ihr eigenes Land hätten. Um für alle Stabilität zu gewährleisten und normale Beziehungen zu unterhalten, bedürfe es jedoch eines Friedensabkommens.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas begrüßte die Äußerungen des Königs. Abbas verwies auf die andauernde Unterstützung Saudi-Arabiens für die palästinensische Sache.

Das islamisch-konservative Königreich hat keine diplomatischen Beziehungen zu Israel, ist allerdings nach Einschätzung von Beobachtern grundsätzlich zu einer Normalisierung des Verhältnisses bereit. Hinter den Kulissen hat sich das Verhältnis zwischen den beiden Staaten in den vergangenen Jahren allmählich gebessert. Beide sehen den mehrheitlich schiitischen Iran als eine Bedrohung an. Doch noch nie zuvor hatte ein derart hoher Vertreter Saudi-Arabiens Israel das Recht auf einen eigenen Staat zugesprochen. Mohammed bin Salman, Sohn von König Salman, gilt als eigentlicher starker Mann in dem sunnitischen Königreich.

Lesen Sie auch: Israels Regierungschef setzt Übereinkunft zu afrikanischen Einwanderern aus

dpa/afp

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