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Wechselt vom Ministerium ins Schloss Bellevue: Wolfgang Schäuble.

Nach Lindner-Attacke

Schäuble weist Kritik zurück

Wolfgang Schäuble widerspricht FDP-Chef Christian Lindner und dessen Aussagen bezüglich seiner Rolle als Bundesfinanzministers. Er sei eben keineswegs ein einfacher Gefolgsmann der Kanzlerin gewesen.

Frankfurt - Der bisherige Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Vorhaltungen von FDP-Chef Christian Lindner zurückgewiesen, er sei ein „leitender und leidender Mitarbeiter des Bundeskanzleramts“ gewesen. Gerade weil er nicht bequem sei, habe sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) 2009 für ihn entschieden, sagte Schäuble der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). „Es sollte nicht der Eindruck entstehen, sie wolle über das Finanzministerium selbst verfügen.“

Lindner hatte sich vergangene Woche dafür ausgesprochen, dass das Finanzressort in einer neuen Regierung nicht wieder an die CDU gehen soll. „Mir ist eine andere Finanzpolitik wichtiger als die Frage, welche Person im Ministerium sitzt. Es hat sich aber gezeigt, dass Wolfgang Schäuble ein leitender und leidender Mitarbeiter des Bundeskanzleramts war“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vor Beginn der Jamaika-Gespräche von Union, FDP und Grünen.

Schäuble soll am Dienstag in das Amt des Bundestagspräsidenten wechseln. Zu den Eigenschaften eines Nachfolgers im Ministeramt sagte er der „FAS“, er müsse politisch führen können. „Der größte Fachmann muss er nicht sein. Darin liegt sogar eine Gefahr, weil er dann auf seine Berater nicht mehr hört.“ Als weitere Voraussetzungen nannte Schäuble demnach politische Fortune, kritische Distanz zu Interessenvertretern und die Beherrschung der Grundrechenarten.

dpa

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