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Wolfgang Schäuble bei seiner Rede zum Kirchentag in Stuttgart.

Bei Kirchentag in Stuttgart

Schäuble ist gegen einen Schuldenerlass für Athen

Stuttgart - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat sich gegen einen Schuldenerlass für Griechenland ausgesprochen.

Schuldenschnitte würden auch eine Enteignung der Sparer bedeuten, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag bei einer Bibelarbeit auf dem Kirchentag in Stuttgart. Denn „mit dem Schuldenerlass sind die Forderungen auch weg, das eine geht mit dem anderen zusammen“. Wie im privaten Insolvenzrecht gebe es auch bei übermäßiger Staatsverschuldung Vereinbarungen zwischen Gläubigern und Schuldnern.

Bei ärmeren Ländern wie Nepal könne im Einzelfall ein Schuldenerlass möglich sein, sagte Schäuble. In der EU aber zahle „Griechenland durch die solidarische Haftung aller anderen Euro-Mitgliedsstaaten für seine gesamte Staatsverschuldung einen niedrigeren Zinssatz als zum Beispiel Deutschland“. Deswegen müssten aber auch die Vereinbarungen zu Reformen in Griechenland eingehalten werden.

dpa

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