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Joachim Herrmann bezeichnete Roberto Blanco bei "Hart aber fair" als "wunderbaren Neger".

"Neger"-Äußerungen bei Plasberg

Scharfe Kritik an Bayerns Innenminister Herrmann

Köln - Mit der Äußerung, der Sänger Roberto Blanco sei ein "wunderbarer Neger", hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) für Irritationen und heftige Kritik gesorgt.

Herrmann hatte am Montagabend in der ARD-Talkshow von Frank Plasberg gesagt: "Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger, der den meisten Deutschen wunderbar gefallen hat." Damit reagierte der CSU-Politiker auf einen Einspielfilm, in dem ein Mann sagte, er wolle keine "Neger" in Bayern haben. Die Linke forderte am Dienstag den Rücktritt Herrmanns. Roberto Blanco nahm den Minister indes in Schutz.

Der stellvertretende Bundestagsfraktionsvorsitzende der Linke, Jan Korte, forderte umgehend Herrmanns Rücktritt. "Der bayerische Innenminister muss die Konsequenzen ziehen und zurücktreten. Wer rassistische Sprachmuster bedient, ist eines politischen Amtes nicht würdig", erklärte er. Herrmanns Erklärungsversuche zeigen lediglich, dass er "die Dimension des Vorgangs" gar nicht begriffen habe. "Jeder Pöbler vor einer Flüchtlingsunterkunft, jeder Brandsatzwerfer wird von Herrmann in seinem schändlichen Tun bestärkt."

Auch aus der SPD kam Kritik. Deren Vize-Bundeschef Ralf Stegner sagte der "Bild"-Zeitung (Mittwochsausgabe), die Äußerung Herrmanns zeige "einmal mehr, dass gerade bei heiklen Themen unsere schwarzen Brüder von der CSU die politische Sensibilität einer Planierraupe besitzen."

AFP

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