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Annette Schavan, Ex-Bundesforschungsministerin und neuerdings deutsche Vatikan-Botschafterin, scheint noch immer an ihrem Doktortitel zu hängen, der ihr plagiatbedingt aberkannt wurde.

Trotz Entzugs

Schavan nennt Doktortitel weiter im Lebenslauf

Bonn - Annette Schavan, Ex-Bundesforschungsministerin und neuerdings deutsche Vatikan-Botschafterin, scheint noch immer an ihrem Doktortitel zu hängen, der ihr plagiatbedingt aberkannt wurde.

In ihrer offiziellen Vita als neue Botschafterin beim Heiligen Stuhlin Rom führt die CDU-Politikerin auf: „1980: Promotion zum Dr. phil. (gültig bis 2014).“ Die 59-Jährige hatte den Titel im Mai wegen absichtlicher Täuschung in ihrer Doktorarbeit ablegen müssen. Die Plagiataffäre hatte sie zuvor schon das Ministeramt gekostet.

Der Bonner Wissenschaftsrechtler Wolfgang Löwer hält die Formulierung im Lebenslauf für unzulässig. Ein rechtswidriger Verwaltungsakt werde rückwirkend aufgehoben. „Damit hat die Promotion nie als gültiger Staatsakt existiert“, sagte Löwer der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag auf Anfrage.

Die Universität Düsseldorf hatte Schavan den Doktorgrad entzogen, weil in ihrer Dissertation „in bedeutendem Umfang nicht gekennzeichnete wörtliche Übernahmen fremder Texte zu finden sind“. Die CDU-Politikerin wies den Vorwurf der Täuschung stets zurück und klagte gegen die Aberkennung des Doktortitels, allerdings erfolglos. Botschafterin im Vatikan ist sie seit Anfang Juli.

dpa

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