Koalitionsverhandlungen

CSU schickt fast 20 Unterhändler nach Berlin

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München - Die CSU will mit einer 18-köpfigen Delegation in die Koalitionsverhandlungen ziehen. Das berichtet der Münchner Merkur unter Berufung auf Parteikreise.

CSU-Chef Horst Seehofer stellte die Delegation am Montag dem Parteivorstand vor. Er will mit den Vize-Parteichefs Beate Merk, Christian Schmidt, Barbara Stamm und Peter Ramsauer, den Generalsekretären Alexander Dobrindt und Dorothee Bär, den bisherigen Bundesministern Ilse Aigner und Hans-Peter Friedrich sowie der Landesgruppen-Spitze aus Gerda Hasselfeldt und Stefan Müller die schwarz-rote Regierung aushandeln. Benannt werden zudem mehrere der bisherigen parlamentarischen Staatssekretäre. Aus München will Seehofer zu den Verhandlungen Bayerns Finanzminister Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann, Staatskanzleichefin Christine Haderthauer und Landtagsfraktionschef Thomas Kreuzer einfliegen.

Eine Überraschung ist die Berufung von Ex-Minister Thomas Goppel in die Runde; er soll sich um den Bereich Kultur kümmern. Der 66-jährige Landtagsabgeordnete wurde kürzlich zum Chef der CSU-Senioren-Union gewählt. Ihn verbindet zu Seehofer ein eher distanziertes Verhältnis.

Die Verhandlungen sollen in zwölf Arbeitsgruppen mit einer Doppelspitze aus Union/SPD laufen. Drei davon dürfte die CSU co-leiten. Nach bisheriger Planung sollen das Innen/Recht (Friedrich), Wirtschaft (Aigner) und Verkehr (Ramsauer) sein. Übergeordnet wird den Arbeitsgruppen laut "FAZ" ein Steuerungskreis aus den Generalsekretären. Die Personalien haben zwar formal keine Auswirkung, wer am Ende Bundesminister oder Staatsseketär wird. Bei der Vorbereitung der Großen Koalition 2005 ließen sich aus der Spitze der Arbeitsgruppen aber recht genau die späteren Minister ablesen.

Christian Deutschländer 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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