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Gregor Gysi (l, Die Linke), Rainer Brüderle (FDP, M) und Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) stehen vor dem TV-Dreikampf der Spitzenkandidaten ihrer Parteien im Studio der ARD in Berlin.

Brüderle, Gysi und Trittin

Schlagabtausch beim TV-Dreikampf

Berlin - Grüne, Linke und FDP haben es nicht leicht, neben Angela Merkel und Peer Steinbrück Aufmerksamkeit beim Wähler zu bekommen. Beim Dreikampf vor laufender Kamera drehten sie umso heftiger auf.

Mit scharfen Wortgefechten über Mindestlohn, Rente und Steuern haben die Spitzenkandidaten von Grünen, Linken und FDP um unentschlossene Wähler gekämpft. Die Fraktionschefs von Grünen und Linken, Jürgen Trittin und Gregor Gysi, empfahlen sich am Montag in der ARD-Sendung „Der TV-Dreikampf“ mit eindringlichen Forderungen für einen flächendeckenden Mindestlohn und mehr steuerliche Gerechtigkeit als Alternative. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hielt entgegen: „Das Beste ist es, dass wir die Wirtschaft in Gang halten.“

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Die drei Politiker fielen sich auffällig stärker ins Wort und griffen sich gegenseitig heftiger an als Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Herausforderer Peer Steinbrück beim TV-Duell am Tag zuvor. Beispiel Rente: Gysi plädierte für eine generelle Einbeziehung von Selbstständigen in die Rentenkasse und eine Rückkehr zur Rente mit 65 statt 67 Jahren. Rund 40 Prozent der Menschen seien nicht abhängig beschäftigt und zahlten deshalb nicht in die Rentenkasse ein. Brüderle entgegnete: „Das ist Planwirtschaft perfekt, das führt in die Irre.“ Trittin plädierte dafür, das Rentenniveau durch höhere Einkommen zu stabilisieren. Auch dazu diene unter anderem ein Mindestlohn.

Trittin verteidigte die von seiner Partei bei einem Wahlsieg angekündigten Steuererhöhungen. Bei dem Konzept würden durch eine Anhebung des Grundfreibetrags 90 Prozent der Einkommensbezieher mehr Netto vom Brutto haben. Brüderle wetterte dagegen: „Ich möchte die Märchenstunde beenden.“ Die grünen Steuerpläne würden die Mitte der Gesellschaft belasten.

Auch bei den Rezepten gegen die Eurokrise demonstrierten die drei Politiker größtmögliche Distanz. „Sie wollen Eurobonds“, hielt Brüderle Trittin vor. Der Grünen-Spitzenmann entgegnete: „Ich habe über Eurobonds überhaupt nichts gesagt, ich habe nur gesagt, man muss investieren, wenn man aus dem Mustopf kommen will.“ Unterschiedliche Argumente brachten die drei auch bei der Frage, wie die Energiewende wieder an Fahrt gewinnen kann, ohne Stromverbraucher stärker zu belasten.

dpa

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