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Der bayerische AfD-Landesvorsitzende Petr Bystron.

Bystron verliert Listenplatz eins

Schlappe für AfD-Landeschef in Bayern

Greding - Die AfD wird von heftigen internen Kämpfen geplagt - das bekommt der bayerische Landeschef Bystron zu spüren.

Der bayerische AfD-Landesvorsitzende Petr Bystron hat eine schwere parteiinterne Niederlage erlitten: Bei der Aufstellung der AfD-Liste für die Bundestagswahl im September verlor Bystron am Sonntag das Rennen um Platz eins überraschend gegen einen spontan angetretenen Gegenkandidaten. Der 57 Jahre alte Herausforderer Martin Hebner gewann die Kampfabstimmung auf dem Landesparteitag in Greding mit 243 Stimmen, für Bystron votierten 190 Delegierte, wie die AfD anschließend mitteilte.

Hebner ist Schriftführer im Landesvorstand und meldete seine Kandidatur erst auf dem Parteitag an. Ein dritter Kandidat erhielt nur zehn Stimmen. Bystron wollte auf einem der weiteren Listenplätze noch einmal antreten, wie er auf Anfrage mitteilte.

Heftige parteiinterne Querelen sind in der AfD nichts Ungewöhnliches - schon Bystrons Amtsvorgänger André Wächter war angefeindet worden und hatte 2015 die Partei verlassen, weil diese ihm zu weit nach rechts gerutscht war.

Auch Bystron lebt wie zuvor Wächter mit Anfeindungen - ihm wird von Teilen des Landesvorstands dem Vernehmen nach vorgeworfen, zu wenig aktiv zu sein. Außerdem spielten demnach auch Flügelkämpfe eine Rolle: Der bayerische Landesvorstand hatte sich hinter den Beschluss des Bundesvorstands gestellt, den als Wortführer des rechtsnationalen Flügels geltenden Thüringer Fraktionschef Björn Höcke auszuschließen. Das stört offensichtlich einen Teil der bayerischen AfD-Mitglieder. Es kamen auch weniger Delegierte als erwartet zum Landesparteitag: Anstelle der erwarteten 600 waren es weniger als 500.

Wegen der vielen Herausforderer und Diskussionen wird die Kür der Listenkandidaten auch länger dauern als bei anderen Parteien: Am kommenden Wochenende wird die AfD-Listenaufstellung fortgesetzt.

dpa

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