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US-Präsident Donald Trump hat mit einer beleidigenden Attacke auf eine MSNBC-TV-Moderatorin einen Proteststurm ausgelöst. Foto: Charlie Neibergall

Attacke auf TV-Moderatorin

"Der schlimmste Tweet" - Trump löst Proteststurm aus

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat mit einer beleidigenden Attacke auf eine MSNBC-TV-Moderatorin einen Proteststurm ausgelöst, der selbst für die politisch hitzigen Zeiten in den USA ungewöhnlich ist.

Trump hatte getwittert, Mika Brezinski habe ihn in seinem Anwesen in Mar-a-Lago unbedingt sehen wollen, obwohl sie nach einer Lifting-Operation im Gesicht stark geblutet habe. Er beschrieb sie als "verrückte Mika", ihren Moderations- und Lebenspartner Joe Scarborough als "Psychopathen".

Nicht nur in sozialen Medien löste der Angriff eine Welle wütender Proteste aus. Viele nannten Trumps Einlassung seinen bisher schlimmsten Tweet, er sei ein Sexist.

Selbst republikanische Senatoren äußerten sich. Ben Sasse: "Bitte stoppen Sie das. Das ist nicht normal und es ist unterhalb der Würde Ihres Amtes." Lindsey Graham: "Mr. President, Ihr Tweet (...) steht für das, was mit Amerikas Politik schief läuft, nicht für Amerikas Größe."

Die beiden Moderatoren der viel gesehenen MSNBC-Sendung "Morning Joe" begleiten Trump sehr kritisch, früher war die Beziehung ambivalenter. Trumps Beziehung zu den meisten Medien ist sehr schlecht.

Das Weiße Haus sah keinen Anlass, etwas von den Attacken zurückzunehmen. Trumps Sprecherin Sarah Sanders sagte bei Fox News, Trump vergelte Feuer mit Feuer. Die Sprecherin von Trumps Frau Melania verlautbarte, die First Lady habe immer gesagt, werde ihr Mann attackiert, schlage er zehn Mal so hart zurück.

MSNBC erklärte: "Es ist ein trauriger Tag für Amerika, wenn der Präsident seine Zeit damit verbringt, jemanden zu drangsalieren, zu lügen und läppische persönliche Attacken auszuspeien, statt seine Arbeit zu machen."

CNN-Reporter veröffentlichten auf Twitter ein Foto von Brezinski, das sie an dem Datum zeigen soll, zu dem Trump sie aufs Korn nahm. Sie hat dort weder Pflaster noch Wunden.

Bericht Washington Post

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