+
Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon strebt weiterhin eine Unabhängigkeit von Großbritannien an. Foto: Andy Rain

Nach britischem Brexit-Votum

Schottland fasst zweites Unabhängigkeits-Referendum ins Auge

Die EU-freundlichen Schotten wurden vom Brexit-Votum geschockt. Jetzt soll es ein weiteres Referendum über die Unabhängigkeit von Großbritannien geben. 2014 war eine Abstimmung über die Loslösung von London knapp gescheitert.

Glasgow (dpa) - Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon strebt weiterhin eine Unabhängigkeit von Großbritannien an. Die Regierung in Edinburgh werde kommende Woche einen Gesetzentwurf für ein weiteres Unabhängigkeits-Referendum veröffentlichen.

Das kündigte sie beim Parteitag der Schottischen Nationalpartei SNP in Glasgow an. Einzelheiten nannte Sturgeon allerdings nicht. 2014 war ein Referendum zur Loslösung von London knapp gescheitert.

Vor allem das britische Brexit-Votum Ende Juni hatte das schottische Unabhängigkeitsstreben weiter angefacht. Die Schotten sind EU-freundlich und hatten mehrheitlich für den Verbleib in der Europäischen Union gestimmt. Sturgeon versucht in Brüssel eine Lösung zu erreichen, bei der ihr Land weiterhin in der EU bleiben kann.

Website SNP-Conference

BBC-Bericht

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Merkel warnt erneut vor Rot-Rot-Grün
Eine Koalition mit der Linkspartei schließt Angela Merkel (CDU) aus. Die SPD, die das nicht endgültig verkündet hat, kritisiert die Kanzlerin erneut.
Merkel warnt erneut vor Rot-Rot-Grün
AfD projiziert Logo auf Allianz Arena - Polizeieinsatz
Die AfD projizierte am Sonntagabend ohne Genehmigung ihr Wahlkampflogo auf die Allianz Arena und kritisierte den anschließenden Polizeieinsatz. Die Verlierer der Aktion …
AfD projiziert Logo auf Allianz Arena - Polizeieinsatz
Kanzleramtschef Altmaier: Lieber nicht wählen als AfD wählen
Aufruf zum Wahlboykott von einem der engsten Vertrauten Angela Merkels: Kanzleramtschef Altmaier hat unzufriedenen Bürgern geraten, lieber nicht zu wählen als für AfD …
Kanzleramtschef Altmaier: Lieber nicht wählen als AfD wählen
Lammert beklagt Unwillen der Fraktionen zu Wahlrechtsreform
630 Abgeordnete sitzen zur Zeit im Bundestag, in der neuen Legislaturperiode könnten es bis zu 700 werden. Ein Vorstoß zur Deckelung der Zahl blieb bislang ohne Erfolg.
Lammert beklagt Unwillen der Fraktionen zu Wahlrechtsreform

Kommentare