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Martin Walser glaub nicht an eine große Zukunft der AfD.

Schriftsteller zur Lage in Deutschland

Martin Walser: „Die AfD wird von selbst verschwinden“

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Berlin - Es sei gar nicht nötig, gegen die AfD zu kämpfen, glaubt der Schriftsteller Martin Walser - die Populisten-Partei werde von ganz allein wieder verschwinden. 

Die AfD scheint im Aufwind zu sein: In Umfragen kommt die junge Partei auf zweistellige Werte, rangiert teils sogar vor den Grünen. Manch einer glaubt, das ist erst der Anfang, die „Alternative für Deutschland“ werde immer mehr Macht gewinnen. Einer der führenden Intellektuellen in Deutschland, der Schriftsteller Martin Walser, sieht das völlig anders: In einem Interview sagt er, die populistische Partei werde automatisch wieder von der Bildfläche verschwinden.

Zur Bild sagte Walser auf die Frage, ob es Deutschland gelingen werde, die AfD zu zähmen, wörtlich: „Das wird gar nicht nötig sein, die AfD wird von selbst verschwinden.“ Deutschland sei gerade in einer Phase, in der etwas zutage trete, was noch nicht bewältigt worden sei. „Da ist ein Bedarf an Aufklärung, damit die AfD vergessen werden kann“, so der 89-Jährige. Die Partei beackere lediglich ein Ressentiment, „nur etwas, was noch nicht bewältigt ist“. Ansonsten habe sie keinerlei politische Substanz und werde daher keinen Bestand haben.

Martin Walser: „Zum Glück haben wir Angela Merkel“

Als Ursache dafür, dass die AfD derzeit so viele Menschen mobilisiert, nennt Walser die Flüchtlinge. „Aber zum Glück haben wir Angela Merkel, sie ist die ideale Politikerin für diese Situation“, so der Schriftsteller weiter.

Auch zum neugewählten US-Präsidenten Donald Trump äußert sich Martin Walser in dem Interview. Er halte ihn für ein „interessantes Phänomen“ und glaube, dass die USA ihn zähmen werde. Insgesamt sei es positiv, dass einer zum Präsident gewählt worden sei, der nicht zur politischen Klasse gehöre - bei Barack Obama und Ronald Reagan sei es genauso gewesen.  „Hillary Clinton war schön und ehrgeizig, aber ganz aus der politischen Klasse“, so Walser.

Martin Walser veröffentlicht im Frühjahr sein neues Buch „Statt etwas oder der letzte Rank“. Im März wird der mehrfach preisgekrönte Autor 90 Jahre alt. Das Magazin „Cicero“ wählte ihn zum führenden Intellektuellen in Deutschland.

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