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Indirekt übte Gerhard Schröder Kritik an seiner Amts-Nachfolgerin.

Kritik vom Ex-Kanzler

Schröder rät Merkel: Rechtzeitig aufhören

Berlin - Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) rät seiner Nachfolgerin Angela Merkel (CDU) zum rechtzeitigen Abschied aus dem Kanzleramt.

"Die Beanspruchung im Amt ist schon immens", sagte Schröder am Freitag zu "Spiegel Online". "Dazu kommt, dass Medien und Öffentlichkeit irgendwann ein neues Gesicht haben wollen." Es mache daher "auf jeden Fall" Sinn, rechtzeitig einen Nachfolger für das Kanzleramt aufzubauen, sagte Schröder und fügte hinzu: "Aber die Union hat doch niemanden."

Sollte Merkel 2017 noch einmal antreten, "wird sie es weitaus schwerer haben. Aber das weiß sie auch", so Schröder weiter. "Ich habe seinerzeit nicht ohne Grund gesagt: Zwei Legislaturperioden als Kanzler sind genug." Der SPD-Politiker war bei den vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 2005 nach sieben Jahren Amtszeit abgewählt worden; seitdem regiert Merkel.

Schröder übte indirekt Kritik am Politikstil der Kanzlerin. "Regieren verlangt gelegentlich auch Mut zum Risiko." Immer abzuwarten, "in welche Richtung sich die Mehrheitsmeinung entwickelt, funktioniert auf Dauer nicht", sagte er. "Stets dem Mainstream zu folgen, hat nichts mit politischer Führung zu tun."

afp

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