+
US-Präsident Barack Obama beim "Schuldengipfel"

"Schuldengipfel" offenbar ohne Ergebnis

Washington - Auch der vierte “Schuldengipfel“ in Washington hat offenbar keinen Durchbruch gebracht. Angesichts der schwierigen Verhandlungen zirkulieren neue Vorschläge. Wie diese Aussehen:

US-Präsident Barack Obama und führende Kongressmitglieder trennten sich nach rund zwei Stunden im Weißen Haus, ohne eine Erklärung abzugeben.

Erst kurz zuvor hatte Obama eine deutliche Warnung erteilt: Falls es nicht bald eine Einigung über die Erhöhung des Schuldenlimits geben sollte, könne die Regierung nicht garantieren, dass rund 50 Millionen Zahlungen für Rentner, ehemalige Soldaten sowie für Behinderte Anfang August getätigt würden.

Angesichts der schwierigen Verhandlungen zirkulieren neue Vorschläge: So schlägt der republikanische Fraktionsführer im Senat, Mitch McConnell, nach einem Bericht der “New York Times“ den Ausweg vor, Obama die Vollmacht zu erteilen, das Schuldenlimit von derzeit 14,3 Billionen Dollar (10 Billionen Euro) zeitweise auch ohne vorheriges Parlamentsvotum erhöhen zu können.

Obamas Gegner: Republikaner und die “Tea Party”

Obamas Gegner: Republikaner und die "Tea Party"

Falls bis zum Stichtag am 2. August keine Erhöhung beschlossen werden sollte, droht die Zahlungsunfähigkeit der USA. Ratingagenturen haben bereits vor schweren Konsequenzen gewarnt. Eine Erhöhung der Zinsen für die USA könnte ein Abrutschen der US-Wirtschaft in die Rezession auslösen - mit Negativfolgen für die Weltwirtschaft.

Unterdessen macht auch die Geschäftswelt in dem Finanzdrama mobil: Eine breite Koalition, der unter anderem die US-Handelskammern angehören, appellierte an die Politiker, “ihren Job zu tun“. Sie sollten ihre parteipolitischen Streitereien überwinden und das Interesse des Landes ins Auge fassen, hieß es.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Deutsche Rüstungsexporte nach Khashoggi-Drama am Pranger
Erst vor kurzem setzte Außenminister Heiko Maas auf Entspannung im Verhältnis zu Saudi-Arabien. Nach dem Drama um die Tötung des Journalisten Khashoggi will die SPD nun …
Deutsche Rüstungsexporte nach Khashoggi-Drama am Pranger
Merkel warnt CDU vor Ende als Volkspartei
Union und SPD im rapiden Sinkflug: Eine Woche vor dem schon als Schicksalswahl bezeichneten Urnengang in Hessen schmeißen sich die Parteichefinnen in die Bresche - es …
Merkel warnt CDU vor Ende als Volkspartei
SPD-Ministerin Barley warnt und fordert neues Brexit-Referendum: „Folgen könnten dramatisch sein“
Vor den Brexit-Verhandlungen beim EU-Gipfel schwankt die Stimmung zwischen Optimismus und Pessimismus. Theresa May ringt um mehr Zeit. Katarina Barley hat derweil eine …
SPD-Ministerin Barley warnt und fordert neues Brexit-Referendum: „Folgen könnten dramatisch sein“
Mexiko bringt Flüchtlinge in Migrationszentren
Nach rund einer Woche Fußmarsch haben Migranten aus Mittelamerika die Grenze zwischen Guatemala und Mexiko erreicht. Mexiko öffnete den Grenzübergang zunächst nicht - …
Mexiko bringt Flüchtlinge in Migrationszentren

Kommentare