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Der scheidende SPD-Parteivorsitzende und Außenminister Sigmar Gabriel (r) und Martin Schulz, SPD-Kanzlerkandidat und künftiger Parteivorsitzender, auf der Bühne der SPD-Delegiertenkonferenz in Wolfenbüttel. Foto: Kay Nietfeld

SPD-Delegiertenkonferenz

Schulz dankt Gabriel für Verzicht

Wolfenbüttel (dpa) - Der designierte SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz hat Sigmar Gabriel gedankt, dass er den Weg für einen Neuanfang an der Parteispitze freigemacht hat.

Die eigenen Ambitionen zurückzustellen sei "eine außergewöhnliche Charakterstärke", sagte Schulz am Mittwochabend bei einer SPD-Delegiertenkonferenz im niedersächsischen Wolfenbüttel. Dort sollte Gabriel als Direktkandidat für die Bundestagswahl im September aufgestellt werden. 

Gemeinsam mit Gabriel wolle er bei der Wahl dafür sorgen, dass die SPD die nächste Bundesregierung anführen und das Land sozial gerechter werde, sagte Schulz. Er soll an diesem Sonntag auf einem Sonderparteitag in Berlin als Nachfolger von Gabriel zum SPD-Vorsitzenden gewählt werden.

Gabriel wünschte dem früheren EU-Parlamentschef Schulz ein gutes Händchen mit dem SPD-Vorsitz: "Martin, viel Spaß noch, den Sack Flöhe zusammenzuhalten." Der Vizekanzler hob hervor, dass nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten und der Nominierung von Schulz als Kanzlerkandidat mittlerweile mehr als 12 000 Menschen neu in die SPD eingetreten sind. 

Schulz betonte, Gabriel sei ein Mann, der auch in Momenten schwerer Niederlagen - wie dem Verlust des Ministerpräsidentenamtes 2003 in Niedersachsen - nicht verbittert sei und seine Linie durchgezogen habe: "Ich bin dankbar, dass ich diesen Mann meinen Freund nennen kann. Und dieser Mann heißt Sigmar Gabriel." Deutschland könne froh sein, in turbulenten Zeiten einen Außenminister wie Gabriel zu haben.

SPD Wolfenbüttel

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