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Weiter obenauf: Kanzlerkandidat Martin Schulz hält mit der SPD die gestiegenen Umfragewerte.

Schulz-Effekt hält weiter an

SPD weiter mit Rückenwind, AfD rutscht ab

München - Vielen Unkenrufen zum Trotz kann die SPD ihre stark gestiegenen Umfragewerte stabilisieren. Bei der AfD sieht es anders aus: Sie fiel in auf ihren niedrigsten Stand seit vergangenem Sommer.

Das zweigt der neueste  Forsa-„Wahltrend“ des Magazins „Stern“ und RTL vom Mittwoch. Demnach kann die SPD ihre starken 31 Prozent halten. Einige Beobachter hatten nach dem Höhenflug der letzten Wochen mit einem Absturz der Sozialdemokraten gerechnet. Doch anscheinend verhilft SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz der SPD zu einem länger anhaltenden Positiv-Trend. 

In der Präferenz für den nur theoretischen Fall einer Kanzlerdirektwahl gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Angela Merkel (CDU) liegt wieder ganz leicht vor ihrem Herausforderer Schulz. Die Kanzlerin verbesserte sich um einen Punkt auf 38 Prozent, Schulz bleibt bei 37 Prozent. Doch: Ein knappes Viertel der Deutschen (24 Prozent) würde Schulz nur deshalb wählen, um nicht weiter von Angela Merkel regiert zu werden.

AfD und Grüne müssen Federn lassen

Der Abstand zwischen Union und SPD verringerte sich dagegen nicht weiter: CDU/CSU verharren bei 34 Prozent. Die AfD büßte erneut je einen Prozentpunkt ein und kommt nur noch auf 9 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit vergangenem Sommer. Ein Prozent mussten auch die Grünen abgeben - die Partei liegt nur noch bei 7 Prozent, dem schwächsten Forsa-Wert seit 2008. Die Linke verharrt bei 8 Prozent, die FDP bei 5 Prozent.

Mehr politische Kompetenz bei der Lösung der anstehenden Probleme Deutschlands sehen die Befragten weiter bei der Union (30 Prozent). Allerdings legte die SPD (14 Prozent) in der Frage einen Punkt zu.

Lesen Sie auch: Rot-Rot-Grün hätte rechnerische Mehrheit

mb/dpa

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