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Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD).

"Brauchen temporären Schutz"

Schulz: Extra-Status Bürgerkriegsflüchtlinge

Brüssel - Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), plädiert für die Einführung eines neuen Aufenthaltsstatus von Bürgerkriegsflüchtlingen.

"Es gibt viele Menschen, die zu uns kommen, aber nicht dauerhaft hier bleiben wollen, etwa aus Syrien", sagte Schulz der "Passauer Neuen Presse" (Dienstagsausgabe).

Diese Menschen wollten weder politisches Asyl, noch wollten sie einwandern. Aber "wir packen alle - die, die einwandern wollen und die Flüchtlinge - in das System des politischen Schutzes", sagte Schulz. Das sei falsch. "Was wir brauchen, ist ein temporärer Schutz, etwa für Bürgerkriegsflüchtlinge."

Schulz forderte zudem eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge auf die Mitgliedstaaten der EU. Sie gingen bislang zu 50 Prozent nach Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Schweden. Mit Belgien, Luxemburg und Spanien seien es 90 Prozent. "Die EU hat aber 28 Mitgliedstaaten. Das ist nicht gerecht."

AFP

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