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SPD-Parteivorstandssitzung

Einer von zwei Favoriten

Schulz schweigt - macht die SPD nun diesen Politiker zum Vizekanzler?

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Martin Schulz steckt in der Klemme. Wer könnte statt ihm in einer neuen GroKo der SPD-Vizekanzler werden? Berichten zufolge kristallisieren sich zwei Favoriten heraus.

Berlin - Drei Parteichefs werden ab Freitag die GroKo-Verhandlungen leiten - alle drei wirken sie angeschlagen: In der CDU wird mittlerweile über Angela Merkels Nachfolge debattiert. Horst Seehofer wird in wenigen Wochen seinen Posten als Bayerns Ministerpräsident räumen müssen. Und Martin Schulz? Der scheint als SPD-Chef zwar zumindest für den Moment alternativlos. Dafür hat er ein anderes Problem. Denn anders als Seehofer hat er einen Posten im Kabinett Merkel längst abgelehnt. Eigentlich.

Zwar äußert sich Schulz mittlerweile nicht mehr zu dieser Frage. Aber während der Parteichef alle Personalfragen offiziell erstmal auf die ungewisse Zukunft nach den GroKo-Verhandlungen verschiebt, brodelt es schon in der sozialdemokratischen Gerüchteküche. Wer wird Vizekanzler, wenn nicht Schulz? Am Ende Sigmar Gabriel, der seine politische Karriere quasi schon für tot erklärt hatte? Als ein Favorit gilt tatsächlich ein anderer, wie die Tagesschau online berichtet.

Scholz wäre ein Wunsch-Finanzminister - der Titel „Vizekanzler“ ein weiterer Anreiz

Ein Haupt-Anwärter sei derzeit Hamburgs Regierungschef Olaf Scholz, heißt es dort. Die Begründung für die These ist allerdings etwas kompliziert - im Zentrum steht der wichtige Posten des Finanzministers.

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Schulz selbst hatte die Europapolitik ins Zentrum der SPD-Bemühungen in den GroKo-Verhandlungen gerückt. Gerade im Ringen um den Euro aber ist das Finanzministerium essentiell - und Scholz sei als jener Mann, „der seit Jahren die großen Finanzthemen für die SPD-Länder mit Angela Merkel verhandelt“, aus SPD Sicht für die Leitung des Ressorts prädestiniert.

Alle Neuigkeiten rund um die Koalitionsverhandlungen von Union und SPD finden Sie in unserem News-Ticker

Zwar ist Scholz in Hamburg bereits mit einem prestigeträchtigen Posten ausgestattet. Der Titel „Vizekanzler“ könne ausreichenden aber Anreiz bieten, die Rolle als Landesvater aufzugeben und nach Berlin zu wechseln, spekuliert die Tagesschau.

Schulz werde weiter schweigen, heißt es

Einige Unwägbarkeiten gäbe es aber noch für Scholz. Nach den Querelen um den G20-Gipfel und einem miesen Wahlergebnis von nur 59,2 Prozent der Stimmen bei der Wiederwahl zum SPD-Vize ist Scholz ebenfalls nicht ganz unumstritten. Und so könnte eben auch Sigmar Gabriel seinen jüngsten Aufwind nutzen, um nochmal Vizekanzler zu werden. Schließlich wurde er zuletzt wieder als alter und neuer Außenminister ins Gespräch gebracht. Auch bei den Koalitionsverhandlungen wird Gabriel wieder am Tisch sitzen - anders, als noch bei den Sondierungen. 

So oder so: Die Frage nach dem künftigen Vizekanzler ist für die SPD eine pikante. Schließlich geht es darum, wer die Führungsperson der SPD in einem möglichen neuen Kabinett Merkel wird - und so generell in der Partei an Einfluss gewinnt. Genau deswegen werde Schulz fürs Erste auch zur Frage seiner eigenen Minister-Ambitionen schweigen, will die Tagesschau aus dem Umfeld des SPD-Chefs erfahren haben. Es darf also vorerst munter weiter spekuliert werden.

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fn

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