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Die Sozialdemokraten können nach Darstellung des scheidenden EU-Parlamentspräsidenten Schulz bei der Bundestagswahl 2017 stärkste Partei werden.

Wahlkampf

Schulz: SPD kann stärkste Partei werden

Berlin - Die SPD festgenagelt im Umfragekeller? Das muss nicht sein, sagt einer, der sie wohl gerne in die Bundestagswahl führen würde.

Die Sozialdemokraten können nach Darstellung des scheidenden EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz (SPD) bei der Bundestagswahl 2017 stärkste Partei werden.

"Die Wählerschaft ist in Bewegung, und manche entscheiden sich erst in der Wahlkabine", sagte Schulz, der als einer der Anwärter auf die Kanzlerkandidatur gilt, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Da lohne sich der Wahlkampf. "Alles ist möglich. Die SPD hat die Chance, die stärkste Partei zu werden." Nach den Umfragen liegt die SPD allerdings stabil bei 21 bis 24 Prozent und somit weit hinter der Union mit 32 bis 37 Prozent.

Die Sozialdemokraten wollen die Entscheidung über ihren Kanzlerkandidaten am 29. Januar in Berlin verkünden. Sollte SPD-Chef Sigmar Gabriel nicht antreten, könnte Schulz zum Zuge kommen.

Die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, machte die SPD für die lange Regierungsdauer von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verantwortlich. "Merkels Trumpf ist allein die Schwäche der SPD." Diese sei "unfähig, einen Herausforderer aufzustellen, der glaubwürdig all die Menschen ansprechen kann, die sich eine bessere und gerechtere Politik wünschen", sagte Wagenknecht der "Welt am Sonntag". "Stattdessen verkriecht sich die SPD in großen Koalitionen und verteidigt ihre Agenda-Politik, die sich gegen ihre eigenen Wähler gerichtet hat." So dümpele sie bei 20 Prozent dahin.

dpa

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