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Martin Schulz ist tief gefallen: Innerhalb weniger Stunden hat er zwei Ämter verloren.

Paukenschlag bei der SPD

Schulz verzichtet auf Ministerposten: Das sind die ersten Reaktionen

Martin Schulz steht mit leeren Händen da. Nach dem SPD-Vorsitz verzichtet er auch auf das Außenministerium. Eine Übersicht über die ersten Reaktionen.

In der SPD haben sich am Freitag die Ereignisse überschlagen: Der Zorn auf Noch-SPD-Chef Martin Schulz, der sich kurz nach der GroKo-Einigung selbst zum künftigen Außenminister erklärte, wuchs, doie NRW-SPD drohte ihm sogar offen mit Vertrauensentzug. Am Nachmittag schließlich gab Schulz dem Druck nach und erklärte schriftlich, auf einen Ministerposten in der Regierung Merkel zu verzichten. Die ersten Reaktionen folgten prompt - vor allem in den sozialen Medien.

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Andrea Nahles, designierte SPD-Vorsitzende:

„Wir alle wissen, wie schwer ihm diese Entscheidung nun gefallen ist, sich persönlich zurückzunehmen. Das zeugt von beachtlicher menschlicher Größe“, erklärte die Chefin der Bundestagsfraktion am Freitag in Berlin. „Die Entscheidung von Martin Schulz verdient höchsten Respekt und Anerkennung.“ Mit Schulz an der Spitze habe die SPD einen großen Erfolg in den Koalitionsverhandlungen mit CDU/CSU erzielt. „Er selbst hat einen Durchbruch für eine neue Europapolitik erreicht.“

Michael Groschek, Vorsitzender der SPD Nordrhein-Westfalen:

„Damit leistet er einen notwendigen Beitrag dazu, die Glaubwürdigkeit der SPD zu stärken“, betonte Groschek am Freitag in einer Mitteilung. „Jetzt geht es darum, die vielen positiven sozialdemokratischen Inhalte des Koalitionsvertrages in den Mittelpunkt zu rücken und zahlreiche Verbesserungen für die Menschen im Land umzusetzen. Genau das erwarten die Bürgerinnen und Bürger von uns.“

Karl Lauterbach: „Davor muss man Respekt haben“

Sachsens SPD-Chef Martin Dulig via Twitter:

„Ich bin froh, dass die Personaldebatte innerhalb der SPD mit dem Verzicht beendet ist. Meine Haltung ist bekannt. Ich danke Martin Schulz für diesen Schritt. Er ist seiner Verantwortung gerecht geworden. Ich hoffe, dass wir nun endlich über die guten Inhalte für unser Land reden.“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach am via Twitter:

„Martin Schulz stellt das Gelingen einer guten Regierung vor Amt und Person! Davor muss man Respekt haben. Werden an seinem Europa arbeiten!“

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) in der „Rheinischen Post“:

„Es zeugt von der höchsten politischen Tugend, nämlich persönliche Interessen hinter denen des Landes zurückzustellen“

FDP-Fraktionsgeschäftsführer Marco Buschmann zur dpa:

„Die neue Große Koalition demontiert sich, noch bevor sie im Amt ist.“

Göring-Eckardt: „Menschlich kann einem das nur leidtun“

Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht zur dpa:

„Es wäre besser gewesen, Schulz hätte diese richtige Entscheidung souverän selbst getroffen und nicht erst unter Druck. Der SPD wird dieser Schritt aber auch nicht viel helfen.“

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt zu den Umständen des Schulz-Rückzugs:

„Menschlich kann einem das für alle Beteiligten nur leidtun. Das ist eine besondere Art der Selbstgeißelung. Offensichtlich versucht die Sozialdemokratie mit einem Akt der Verzweiflung, die Reißleine zu ziehen und opfert dafür auch den anständigen Umgang untereinander.“

Lesen Sie auch: Parteiinterne Kritik an Merkel wird heftiger

dpa

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