+
SPD-Kandidat Martin Schulz setzt auf 

SPD-Kandidat im Umfragetief

Schulz macht Anhängern Mut: „Wahlen entscheiden sich im Schlussspurt“

Der Hoffnungsträger will im Endspurt zum Überholen ansetzen: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz setzt trotz des deutlichen Rückstands auf die Union in den Umfragen auf eine Aufholjagd bis zur Bundestagswahl.

Berlin - „Wahlen entscheiden sich im Schlussspurt“, sagte der SPD-Chef im Deutschlandfunk. Ziel bleibe, stärkste Partei zu werden, auch wenn dies nach derzeitigen Umfragen „ein schwieriger Weg“ sei. „Aber es ist immer noch möglich.“ Viele, die zu Jahresbeginn mit der SPD sympathisiert hätten, seien nach den verlorenen Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen enttäuscht gewesen. „Aber die haben wir nicht verloren.“ Zudem gehe es um die vielen noch unentschlossenen Wähler.

Schulz: „Merkel hat Verdienste, aber keinen Plan für die Zukunft“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) werde nicht auf Dauer die Botschaft aussenden können: „Ihr habt mich, das muss genügen“, sagte Schulz dem Südwestrundfunk. „Sie hat Verdienste, aber keinen Plan für die Zukunft. Es ist schon so, dass wir Deutschland erneuern müssen.“

Mit Blick auf eine mögliche Koalition mit Beteiligung der Linkspartei legte sich der SPD-Chef weiterhin nicht kategorisch fest. „Wer nach der Wahl mit mir koalieren will, ist herzlich eingeladen auf mich zuzukommen“, sagte er im Deutschlandfunk. Wer den Euro, die Nato und die europäische Zusammenarbeit infrage stelle, könne aber „sicher nicht in einer Regierung arbeiten, die von mir geführt wird“.

Schulz räumte ein, dass ihn das abrupte Ende des SPD-Höhenflugs in den Umfragen vom Jahresbeginn belastet habe. „Aber ich habe eine innere Mitte.“ Er hätte „vielleicht zu einem früheren Zeitpunkt viel intensiver auch Europa thematisieren müssen“. Der Kanzlerkandidat verteidigte erneut die Entscheidung, sich nicht als Minister eine bessere Plattform verschafft zu haben. „Ministerien werden nicht für den Wahlkampf vergeben, sondern für das Regieren des Landes.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Eine Million Babys sterben am Tag ihrer Geburt
Der Kampf ums eigene Überleben beginnt für Millionen Menschen in armen Ländern schon am Tag ihrer Geburt. Vor allem Babys in Pakistan, Afghanistan und im Afrika südlich …
Eine Million Babys sterben am Tag ihrer Geburt
Fast 100 Tote nach Angriffen auf syrisches Rebellengebiet
Ost-Ghuta bei Damaskus gehört zu den letzten Rebellengebieten in Syrien. Schon in den vergangenen Wochen eskalierte hier die Gewalt immer wieder. Beginnt die Regierung …
Fast 100 Tote nach Angriffen auf syrisches Rebellengebiet
Bundeswehr-Ausrüstungsmängel überschatten Bartels-Bericht
Mehr Soldaten nach Afghanistan, neue Aufgaben im Irak, Nato-Abschreckung gegen Russland - und gleichzeitig Materialmängel bei Panzern, Winterkleidung, Schutzwesten. Der …
Bundeswehr-Ausrüstungsmängel überschatten Bartels-Bericht
Viele Flüchtlingsinitiativen rufen Fördermittel nicht ab
Viele private Initiativen sind bei der Flüchtlingshilfe für den Staat in die Bresche gesprungen. Für ihre Arbeit brauchen sie Geld. Aber nur knapp mehr als ein Drittel …
Viele Flüchtlingsinitiativen rufen Fördermittel nicht ab

Kommentare