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Martin Schulz (SPD) zeichnet ein düsteres Bild für eine Jamaika-Koalition.

Merkel sei „Meisterin des Ungefähren“

Schulz warnt vor Jamaika: „Werden in EU keine Rolle mehr spielen“

SPD-Chef Martin Schulz fürchtet, dass eine mögliche Jamaika-Koalition unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel Europa schweren Schaden zufügen wird.

Es gebe dramatische Widersprüche in der Europa-Politik von CDU, CSU, FDP und Grünen. Deutschland werde als Partner des mutigen französischen Präsidenten Emmanuel Macron ausfallen, sagte der frühere EU-Parlamentspräsident am Freitag in Berlin zu den Sondierungsgesprächen.

Die sich abzeichnende Koalition - von Schulz stets als „Schwampel“ (schwarze Ampel) bezeichnet - werde Europa nicht voranbringen. „Es ist zu befürchten, dass die Bundesrepublik in der EU keine Rolle mehr spielen wird, weil sie nicht handlungsfähig ist.“ Das schwarz-gelb-grüne Bündnis dürfte im permanenten gegenseitigen Misstrauen vereint sein. So würde das größte EU-Mitgliedsland zur „Paralyse Europas“ beitragen.

Merkel sei „die Weltmeisterin des Ungefähren“

Der gescheiterte SPD-Kanzlerkandidat Schulz warf Merkel vor, die Sondierungen treiben zu lassen. Sie sei wie gehabt „die Weltmeisterin des Ungefähren, die Großmeisterin der Inszenierung“. Sie lasse jetzt den Erwartungsdruck riesig ansteigen, damit sie auch den kleinsten Erfolg als Großtat verkaufen könne. „Am Ende werden wieder alle sagen, hat die Frau Merkel doch wieder wunderbar hinbekommen. Nur das Land hat davon nichts“, sagte Schulz. „Das ist eine Koalition des Abbruchs, das ist kein historisches Projekt.“

Bei einem Scheitern der Jamaika-Sondierungen müsse es Neuwahlen geben - die SPD stehe für eine große Koalition nicht zur Verfügung.

dpa

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