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Bürgermeister Richard Arnold verriet, wer als unbekleidetes Enhorn auftrat. 

Eklat in Schwaben

Stadträtin als hüllenloses Einhorn: CDU-Bürgermeister lässt sie auffliegen und gerät jetzt unter Druck

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    Marc Dimitriu
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Eine schwäbische Politikerin trat bei einer Veranstaltung als unbekleidetes Einhorn auf. Eigentlich sollte sie inkognito bleiben, der Bürgermeister nahm die Abmachung aber nicht so genau.

Update vom 15. Mai, 23.00 Uhr: Nach dem Einhorn-Verrat gerät der Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd, Richard Arnold (60, CDU), unter Druck. In der Bild ist er nun um Beschwichtigung bemüht.

„Wir wollten den Trubel nicht auf diese Art auslösen“, sagt Arnold. „Wenn es dazu geführt hat, dass Frau Schneider als Stadträtin und als Person unter Druck gerät, dann tut mir das leid.“ Der Sprecher des Oberbürgermeisters ergänzt: „Frau Schneider ist ja für die Aktion nicht rausgesucht worden, weil sie Stadträtin ist, sondern weil sie Body-Painting-Model ist. Wir promoten ja keine linke Stadträtin.“

Gegenüber Bild sagte das „Einhorn“ selbst lediglich: „Ich werde weiter kämpfen und meine Frau stehen. Mehr möchte ich zu der Sache nicht mehr sagen.“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (70, Grüne), der neben Stadträtin Schneider stand, sieht die Einlage gelassen: „Der eine findet das humorvoll, der andere interessant, der nächste poppig, der übernächste blöd. Wir sind in einer freien Gesellschaft.“

Erstmeldung aus Schwäbisch Gmünd: Linken-Stadträtin als hüllenloses Einhorn

Schorndorf/Schwäbisch Gmünd - Als die Veranstalter der Remstaler-Gartenschau in Schorndorf die geladenen Bürgermeister aus dem Umland darum baten, ein Maskottchen im Stil ihres Stadt-Wappens mitzubringen, hätten sie sich nicht ausmalen können, was für einen Skandal das Ganze auslöst. Richard Arnold (CDU), der Bürgermeister von Schwäbisch Gmünd, brachte eine als Einhorn verkleidete Stadträtin der Linken mit. Das Wappen von Schwäbisch Gmünd ziert das edle Fabelwesen.

Schwäbisch Gmünd: Linken-Stadträtin tritt vor Ministerpräsident Kretschmann als nacktes Einhorn auf

Anders als die anderen Maskottchen, die in Kostümen drin steckten, hatte die Stadträtin nichts an. Sie trug nur ein knappes Höschen, das ihren Intimbereich bedeckte. Ansonsten war sie nackt. Ihre Busen und ihr Bauch waren von einem Body-Painter bemalt worden.

Zu Beginn der Veranstaltung trug die Politikerin noch ein Cape und verdeckte somit das meiste. Erst als Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) auftauchte, ließ sie den Umhang fallen. Laut Ohrenzeugen sei Kretschmann erstaunt gewesen und soll angeblich gesagt haben: „Ohjeh, die isch ja ganz nackich!“

Winfried Kretschmann (l, Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, steht neben einer bemalten Frau im Einhornmaske - darunter verbirgt sich, wie jetzt bekannt geworden ist, die Stadträtin von Schwäbisch Gmünd, Cynthia Schneider (Die Linke).

Schwäbisch Gmünd: Riesen-Publikum für die nackte Einhorn-Stadträtin

Über 15.000 Menschen waren vor Ort und konnten das Einhorn bestaunen. Sogar im Fernsehen war es zu sehen, der SWR übertrug die Veranstaltung live. „Wenn sie doch ihr Cape angelassen hätte, dann wäre alles gut gewesen“, sagte der Schondorfer Bürgermeister. 

Während das Einhorn anfangs noch Spaß an der Aktion hatte, verging er ihr, als Bürgermeister Arnold verriet, dass die Linken-Stadträtin Cynthia Schneider unter dem Kostüm steckte. „Der OB sicherte mir zu, dass ich inkognito auftreten kann“, sagte die erboste Stadträtin gegenüber der Bild.

Schwäbisch Gmünd: Linken-Stadträtin und ihre Partei erwarten Entschuldigung

Die Linke erklärte empört, dass man in diesem Verhalten des Oberbürgermeisters ein weiteres Beispiel für seinen offenbar unstillbaren Drang zur Selbstinszenierung sehe. Getroffene Absprachen würden nicht eingehalten, „sexistische Inszenierungen und Aussagen werden in den Dienst einer permanenten PR-Kampagne für die Außendarstellung der Stadt und vor allem des Stadtoberhauptes gestellt.“

Schneider und ihre Partei verlangen nun eine öffentliche Entschuldigung. Der Bürgermeister hingegen versteht die Aufregung nicht. „Mich wundert“, verkündete sein Sprecher, „dass nackte Haut gleich mit Sex gleichgesetzt wird.“

Auch der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder verkleidet sich gerne aufwendig. Bei der Fastnacht in Franken 2018 kam er als Prinzregent Luitpold von Bayern.

md

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