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Gute Nachrichten für FDP-Chef Philipp Rösler und Bundeskanzlerin Angela Merkel: Die Umfragewerte für Schwarz-Gelb sind gut.

Erstmals seit 2009

Umfrage: Wieder Mehrheit für Schwarz-Gelb

Berlin - Sieben Wochen vor der Bundestagswahl wächst die Zustimmung Berlin - für die schwarz-gelbe Koalition. Im ARD-"Deutschlandtrend" erreichten Union und FDP erstmals seit 2009 wieder eine eigenständige Mehrheit.

Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung war so hoch wie noch nie in der seit 1997 bestehenden Erhebung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) führte weiter die Liste der beliebtesten Parteipolitiker an. Mit ihrer Arbeit waren wie im Vormonat 67 Prozent der Deutschen zufrieden. Auf dem zweiten Platz folgte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit einer Zustimmung von 64 Prozent (plus fünf).

Platz drei belegte NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), mit deren Arbeit 55 Prozent der Deutschen zufrieden waren (plus sechs). SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gewann im Vergleich zum Vormonat drei Punkte hinzu, lag aber mit einer Zustimmung von 35 Prozent weiter deutlich hinter Kanzlerin Merkel.

Diese Wahlen stehen bis Ende 2014 an

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Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) verlor erneut an Zustimmung und erreichte nur noch 34 Prozent (minus drei). Im Mai - vor Bekanntwerden der Euro-Hawk-Affäre - waren noch 56 Prozent zufrieden mit seiner Arbeit gewesen. Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent war der Meinung, dass de Maizière wegen der Affäre nicht vom Amt des Verteidigungsministers zurücktreten sollte.

Auch bei der Direktwahlfrage blieb der Abstand zwischen Merkel und Steinbrück groß. Bei einer Kanzler-Direktwahl würden sich 60 Prozent für Merkel entscheiden (plus zwei im Vergleich zum Vormonat), 28 Prozent würden hingegen Steinbrück wählen (plus eins).

Auf wenig Zustimmung stieß das Betreuungsgeld: Nur 20 Prozent waren dafür, dass die am 1. August eingeführte Leistung auch künftig gezahlt werden sollte. Drei Viertel der Deutschen (77 Prozent) fanden hingegen, der Staat sollte das dafür vorgesehene Geld für den Ausbau von Kindertagesstätten und Krippen ausgeben.

Für die Sonntagsfrage hatte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1503 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.

afp

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