Eidgenossen schließen sich EU-Kurs an

Auch Schweiz verschärft Russland-Sanktionen

Bern - Angesichts der neuen Sanktionen der USA und der EU wegen der Ukraine-Krise verschärft nun auch die Schweiz ihre Strafmaßnahmen gegen Russland.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in Bern setzte am Dienstag weitere 26 Personen sowie 18 Unternehmen auf eine Schwarze Liste, so dass Schweizer Finanzgesellschaften keine Geschäftsbeziehungen mehr mit ihnen unterhalten dürfen.

Damit solle verhindert werden, dass die Schweiz zur Umgehung der westlichen Sanktionen missbraucht werden kann. Eine vollständige Übernahme der EU-Sanktionen lehnt die Eidgenossenschaft jedoch nach Angaben von Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann ab.

Der Minister hatte bereits am Wochenende erklärt, dass die Schweiz vor allem wegen ihrer derzeitigen Präsidentschaft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ihre Vermittlerdienste in der Ukraine-Krise anbieten und deshalb nicht Partei ergreifen wolle.

„Diese Rolle würden wir mit dem simplen Nachvollzug der EU-Sanktionen schwächen“, sagte er der Zeitung „Schweiz am Sonntag“. Politiker in Deutschland und anderen EU-Staaten hatten die Schweiz zuvor gedrängt, sich ungeachtet ihrer erklärten Neutralität den EU-Sanktionen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Was passiert, wenn ... ? Der Asyl-Streit der Union kurz erklärt
CDU und CSU zoffen sich im Asyl-Streit um Schlagworte, schnelle Maßnahmen und Fristen. Aber worum geht es eigentlich wirklich? Und was wären die Konsequenzen von …
Was passiert, wenn ... ? Der Asyl-Streit der Union kurz erklärt
Seehofer wirft deutschen Medien „Fake News“ vor - Scharfe Kritik: „In einer Reihe mit Donald Trump“
CSU-Chef Seehofer sorgt für neuen Zündstoff im Asyl-Streit: Er wirft den deutschen Medien die Verbreitung von „Fake News“ vor. Kritiker vergleichen ihn mit rechten …
Seehofer wirft deutschen Medien „Fake News“ vor - Scharfe Kritik: „In einer Reihe mit Donald Trump“
Irrfahrt auf dem Mittelmeer: Deutsches Schiff mit Flüchtlingen darf nirgends anlegen
Erneut ist ein Rettungsschiff mit vielen Migranten an Bord auf Irrfahrt auf dem Mittelmeer: Der deutsche Lifeline wird die Einfahrt in einen Hafen verweigert.
Irrfahrt auf dem Mittelmeer: Deutsches Schiff mit Flüchtlingen darf nirgends anlegen
Auch Malta verwehrt deutschem Rettungsschiff die Einfahrt
Italien macht Jagd auf private Seenotretter. Derweil sterben massenweise Migranten im Mittelmeer - und eine deutsche Hilfsorganisation irrt übers Meer. Für Innenminister …
Auch Malta verwehrt deutschem Rettungsschiff die Einfahrt

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.