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Kamnzlerin Merkel wird in der Schweiz kritisch beäugt.

Internationale Presse

„AfD eine Adrenalinspritze verpasst“: Schweizer Zeitung NZZ attackiert Merkel scharf

In der Debatte um die politische Zukunft von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nun auch die „Neue Zürcher Zeitung“ zu Wort gemeldet.

Folgender Kommentar erschien am Samstag (im Wortlaut):

„Die Kanzlerin erweckt den Eindruck, als glaube sie daran, im Wahlkampf alles richtig gemacht zu haben. Dabei lässt sich aus den Resultaten unschwer ablesen, dass ihr ein substanzieller Teil der Bevölkerung den Kontrollverlust während der Flüchtlingskrise nicht verziehen hat. Es ist wie im Märchen „Des Kaisers neue Kleider“: Merkel will nicht zugeben, im Herbst 2015 einen fundamentalen Fehler gemacht zu haben, obwohl dies inzwischen alle sehen. Wenigstens in der CDU findet sich auch niemand, der bereit wäre, den erlösenden Satz auszusprechen, dass die Kaiserin keine Kleider trage. (...)

Merkel wird auch deshalb nie mehr zur alten Stärke zurückfinden, weil mit ihrem Namen der Erfolg der AfD verbunden bleibt. Sie hat mit der unkontrollierten Einwanderung der AfD eine Adrenalinspritze verpasst, als diese nach dem Abgang ihres Gründers Bernd Lucke vor sich her dümpelte. Die AfD hat gute Chancen, sich dauerhaft am rechten Rand der Union zu etablieren. Das Odium, die Populisten stark gemacht zu haben, wird Merkel nicht mehr los.“

dpa

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