Bei Reparaturarbeiten

Schwere Explosion in türkischer Kurdenmetropole - ein Toter

Istanbul - Fünf Tage vor dem Referendum in der Türkei ist es in der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir zu einer Explosion gekommen. Ein Mensch kam ums Leben. 

Die Explosion in der südosttürkischen Stadt Diyarbakir ist nach Angaben des Innenministers durch einen Unfall bei Reparaturarbeiten ausgelöst worden. „Es gab keine Intervention von außen“, sagte Süleyman Soylu am Dienstag.

Arbeiter hätten ein Fahrzeug auf dem Gelände der Sondereinsatzpolizei in Diyarbakir repariert, als es zu der Explosion kam. Wodurch diese genau ausgelöst wurde, sagte Soylu nicht. Eine Person sei noch unter den Trümmern begraben, sagte Soylu. Nach Angaben des Gouverneurs von Diyarbakir erlag ein Arbeiter im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Referendum unter starken Sicherheitsvorkehrungen

Die Türkei wird immer wieder von schweren Terroranschlägen erschüttert, die in den vergangenen Wochen jedoch merklich abgenommen haben. Unter anderem von der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, die ihre Angriffe vor allem gegen Sicherheitskräfte richtet. Im Sommer 2015 war eine mehr als zwei Jahre anhaltende Waffenruhe zwischen Regierung und PKK gescheitert. Seitdem eskaliert der Konflikt erneut.

Das Referendum über die Einführung eines Präsidialsystems am kommenden Sonntag findet unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt. Landesweit sind nach Angaben des Innenministeriums am Wochenende rund 380 000 Sicherheitskräfte im Einsatz.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bundestag diskutiert über Auslandseinsätze der Bundeswehr
Berlin (dpa) - Der neue Bundestag befasst sich an diesem Dienstag mit der Verlängerung von gleich mehreren Auslandseinsätzen der Bundeswehr.
Bundestag diskutiert über Auslandseinsätze der Bundeswehr
Weltweit Millionen junge Arbeitslose
Genf (dpa) - Weltweit sind nach einer neuen UN-Analyse 70,9 Millionen junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos. Das entspricht einer Quote von 13,1 Prozent, …
Weltweit Millionen junge Arbeitslose
Kommentar: Ende mit Schrecken
Nach dem Erdbeben der Sonntagnacht steht Berlin unter Schock. Das System Merkel wankt.Ein Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.
Kommentar: Ende mit Schrecken
CDU Niedersachsen stimmt Koalitionsvertrag mit SPD zu
Auch die CDU hat dem Vertrag zur Bildung der großen Koalition in Niedersachsen zugestimmt. Sie plant nach einer selbstkritischen Wahlkampfanalyse die Neuaufstellung. Nun …
CDU Niedersachsen stimmt Koalitionsvertrag mit SPD zu

Kommentare