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Der Ex-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy will gegen Jan Leyk juristisch vorgehen.

Üble Beschimpfung nach Urteil

Edathy geht gegen Facebooker vor

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München - Der Aufschrei war groß, als das Verfahren gegen Sebastian Edathy gegen Geldzahlung eingestellt wurde. Gegen einen Facebooker geht er nun juristisch vor.

Als das Verfahren wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften gegen den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy gegen eine Geldauflage eingestellt wurde, war die Diskussion in Medien und sozialen Netzwerken gelinde gesagt gewaltig. Nicht nur Schauspieler Til Schweiger regte sich tierisch auf, sondern auch der nach seinen Auftritten bei der Soap "Berlin - Tag & Nacht" einem breiteren Publikum bekannte Facebooker Jan Leyk. Und gegen diesen will Edathy wohl nun juristische Schritte einleiten.

Mehr als 1,1 Millionen Facebook-Fans hat Leyk Stand jetzt in dem sozialen Netzwerk. Am 2. März dürften es nicht viel weniger gewesen sein, als er nach der Einstellung des Verfahrens gegen Edathy den folgenden - wohl eher nicht überlegten - Satz postete: "Ich hoffe, dass dieser perverse Bastard an jedem Ort auf diesem Planeten bespuckt und mit Steinen beworfen wird....!!!". 

Drastische Worte, die sich Edathy so wohl nicht gefallen lassen will. Am Pfingstsonntag postete der SPD-Mann, den der Bundesvorstand aus der Partei haben will, seinen knapp 3.500 Facebook Freunde einen Screenshot. Sebastian Edathy äußerte sich dazu kämpferisch: "Wie sehr darf man auf fb gegen das Strafgesetzbuch verstoßen? Wird jetzt mal durchgezogen..."

Juristisch könnte Edathy in seinem Fall möglicherweise einmal mehr gewinnen. Moralisch sieht es da anders aus.

bix

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