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Sebastian Kurz hat genaue Vorstellungen zur Flüchtlingspolitik der EU.

Antrittsbesuch des österreichischen Bundeskanzlers

„Falls nötig, militärisch schützen“: Kurz wirbt bei Macron für EU-Sicherheitszonen

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz will sich in der EU gemeinsam mit Frankreich für eine härtere Haltung in der Flüchtlingsfrage und bei der Grenzsicherung einsetzen.

Paris - Es gehe "um den Kampf gegen die Radikalisierung, den Terrorismus und die illegale Einwanderung sowie um den Schutz der europäischen Außengrenzen", sagte Kurz vor seinem Antrittsbesuch in Paris am Freitag der französischen Zeitung "Le Figaro". 

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt Kurz zu einem Arbeitsessen, anschließend ist ein gemeinsamer Gang vor die Presse geplant (14.30 Uhr). "Wir müssen handeln, bevor die Flüchtlinge kommen", sagte Kurz der Zeitung weiter. Er warb erneut für Auffanglager in der Nähe der Herkunftsländer. Die EU solle solche "Sicherheitszonen" nach Möglichkeit selbst einrichten und "falls nötig militärisch schützen", sagte der konservative Regierungschef. Auffanglager in Nordafrika wurden in der EU immer wieder diskutiert, gelten aber als schwer umsetzbar. 

Zur Kritik an seiner Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ sagte der ÖVP-Politiker: "Diejenigen, die zu einem Boykott der österreichischen Regierung aufrufen, sollten uns nach unseren Taten beurteilen." Beide Regierungsparteien hätten eine "starke demokratische Legitimität".

afp

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