Live-Ticker: Petry-Eklat auf AfD-Pressekonferenz - Seehofer stellt Fraktion mit CDU zur Debatte

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Angela Merkel liegt in Umfragen vorne, doch die Analysen sagen, dass noch nichts entschieden ist.

Neues „Politbarometer“

Merkels Vorsprung ist groß wie nie - warum sie trotzdem zittern muss

Merkels Beliebtheit ist im Vergleich zu Herausforderer Schulz laut neuem „Politbarometer“ groß wie nie. Andere Prognosen sehen sie dagegen im Abwärtstrend - und viele Wähler sind noch unentschlossen.

Rund sechs Wochen vor der Bundestagswahl liegen die Union und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stabil vor der SPD und ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz. In dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" der Forschungsgruppe Wahlen kommt die Union in der Sonntagsfrage auf 40 Prozent, die SPD auf 24 Prozent. Damit bleiben die beiden großen Parteien unverändert im Vergleich zu letzten Erhebung Ende Juli.

Knapp zwei Drittel (60 Prozent) der Befragten wünschen sich Merkel als Kanzlerin - ein Prozentpunkt mehr als bei der Befragung Ende Juli. Dagegen wünscht sich nur ein Drittel (30 Prozent) Schulz als Regierungschef. Dies ist der größte Abstand zwischen den beiden Kandidaten, seitdem Schulz seine Kanzlerkandidatur bekannt gab.

Merkel punktet nicht in allen Prognosen

Andere Werte ergab jedoch der ARD-Deutschlandtrend vom Donnerstag: Merkel erlangte hier nur einen Zustimmungswert von 52 Prozent - ein Verlust von fünf Prozent im Vergleich zum Vormonat.

Während die Unionsanhänger mit 97 Prozent Zustimmung nahezu geschlossen hinter Merkel stehen, sind bei den SPD-Anhängern nur 66 Prozent für Schulz - 29 Prozent befürworten Merkel als Kanzlerin.

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würden demnach ebenfalls unverändert jeweils acht Prozent der Befragten ihre Stimme der Linken, den Grünen, der AfD und der FDP geben. Damit gäbe es neben einer großen Koalition auch eine Mehrheit für eine Regierung aus CDU/CSU, Grünen und FDP. Für Rot-Rot-Grün oder eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP würde es nicht reichen. Schwarz-Gelb und Schwarz-Grün befänden sich an der Grenze zur Mehrheitsfähigkeit.

Zwei Drittel entscheiden sich vielleicht noch um

Die Bundestagswahl sei trotz des deutlichen Vorsprungs der Union und der Kanzlerin aber noch keinesfalls gelaufen, heißt es in der Analyse. Mehr als zwei Drittel aller Wähler (69 Prozent) geben an, dass sie sich neben der in der Wahlabsicht genannten Partei noch mindestens eine weitere Partei vorstellen könnten, zu wählen. Lediglich 31 Prozent sind genau auf eine Partei festgelegt.

Für das "Politbarometer" befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1352 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte am Telefon. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent rund zwei Prozentpunkte. Die tatsächlichen Werte in der Gesamtbevölkerung können also entsprechend nach oben oder unten abweichen.

Alle Prognosen und Umfragen zur Bundestagswahl 2017 im Überblick können Sie hier nachlesen. Wie sich die Umfrageergebnisse für die AfD entwickeln, ist hier zusammengefasst.

afp

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