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Betont harmonisch präsentieren sich Aigner und Seehofer den Kameras.

Nach Energie-Streit

Seehofer und Aigner demonstrieren Harmonie

Kreuth - Nach dem Energie-Streit scheint sich der Ärger zwischen Horst Seehofer und Ilse Aigner in Luft aufgelöst zu haben. Das suggerieren zumindest die Bilder aus Kreuth. 

Nach ihrem Disput um die Energiewende üben sich Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (beide CSU) in demonstrativer Geschlossenheit: Auf der Winterklausur der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth legte Seehofer für die Kameras extra den Arm um Aigner. Nach Seehofer versuchte auch Aigner, den Streit herunterzuspielen. „Eine Sachfrage, die inhaltlich diskutiert wird, als eine Machtfrage hochzustilisieren, halte ich für etwas an den Haaren herbeigezogen.“ Es sei normal, dass eine Ministerin eine Vorlage mache, über die im Kabinett gesprochen werde.

Aigner hatte sich in einem Energie-Papier  dafür ausgesprochen, die steigenden Kosten der Energiewende auf Pump zu finanzieren - und war von Seehofer ausgebremst worden. Daraufhin hatte sie in einem Interview gesagt, es reiche nicht, immer nur Nein zu sagen. „Das war nicht auf Horst Seehofer bezogen“, betonte sie nun. Es sei ihr darum gegangen, dass man bei der Energiewende Lösungen brauche. Zudem habe sie die entsprechende Kabinettsvorlage nicht an die Medien gegeben.

Auf die Frage, ob sie nun immer noch eine Kronprinzessin Seehofers sei, sagte Aigner, das sei eine mehr als lächerliche Diskussion. „Wir haben einen guten Ministerpräsidenten, den haben wir auf alle Fälle für die nächsten Jahre. Dann gibt es Neuwahlen. Und deshalb stellt sich diese Frage überhaupt nicht“, betonte Aigner. Und dann fügte die Ministerin noch hinzu: „Abgesehen davon haben wir keinen König.“

Seine wegen des Disputs verschobene Rede holte Seehofer am Mittwochnachmittag nach. Dabei bedankte er sich nach Teilnehmerangaben gleich zu Beginn für die Geschlossenheit der CSU-Landesgruppe beim umstrittenen Thema Zuwanderung.

dpa

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