Schnappschüsse aus Rom: Papst Franziskus mit Sicherheitsbeamten und Horst Seehofer im Petersdom.

Ob's ein Franziskaner war?

Seehofer hatte Bier für den Papst dabei

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Rom - Zwei Papst-Audienzen an einem Tag hatte noch kein Ehrengast in Rom. Ministerpräsident Horst Seehofer trifft heute im Vatikan Papst Franziskus und dann den emeritierten Papst Benedikt. So lief die erste Begegnung.

Drüben geht plötzlich die schlichte Türe auf, der Papst tritt nach draußen und schlendert über den Platz. Es ist sein Weg ins Büro, er geht zu Fuß. Kein Papamobil, keine Bodyguards, er hat nur einen Mitarbeiter dabei. Franziskus winkt der verdutzten bayerischen Delegation im Vorbeigehen freundlich zu. So einfach trifft man hier den Papst.

Für 17 Stunden ist Horst Seehofer in den Vatikan gereist, zur Audienz bei Papst Franziskus und zu einem privaten Treffen mit dem emeritierten Papst Benedikt. Diese Kombination hatte vor ihm noch kein Politiker, auch die Kanzlerin nicht, eine Extrawurst für die Bayern.

„Aufgeregt? Würde ich nicht sagen“, erklärt Seehofer kurz nach der Ankunft mit einem Charterflug in Rom, „aber eine gewisse Anspannung ist schon da. Auch nach 40 Jahren in der Politik.“ Mit Blaulicht und Eskorte jagt die bayerische Delegation durch die Stadt. Auf sonst gesperrten Wegen, hinter Kordeln und auf versteckten Gängen erleben die Bayern auch eine schnelle Führung durch den Petersdom. Seehofer wird begleitet von den brav in schwarz gekleideten Ministerinnen Ilse Aigner und Beate Merk, von Kultusminister Ludwig Spaenle, Landtagspräsidentin Barbara Stamm und dem Integrationsbeauftragten Martin Neumeyer.

Das Vier-Augen-Gespräch mit Papst Franziskus wird als sehr freundlich beschrieben. Seehofer überreicht einen Geschenkkorb. „Wein, Kaffee, Bier aus Bayern“, verkündet er. „Bier?“, staunt der Papst und lächelt huldvoll.

Christian Deutschländer

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