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Horst Seehofer hat das Ziel vor Augen: Sonntag sollen die Sondierungen beendet sein.

„Hü oder Hott“

Konflikt mit Dobrindt? Seehofer stellt Grünen Gerüchtestreuer

CSU-Chef Horst Seehofer hofft auf einen Abschluss der Jamaika-Sondierungen an diesem Sonntag und nimmt Stellung zu den Gerüchten um einen Machtkampf mit Dobrindt.

Berlin - CSU-Chef Horst Seehofer drängt auf eine Entscheidung über die Möglichkeit eines Jamaika-Bündnisses möglichst an diesem Sonntag. „Wir haben das Ziel, dass wir am Sonntag fertig werden. Die Bevölkerung hat jetzt die Erwartung und auch den Anspruch darauf, zu wissen, ob eine Regierungsbildung möglich ist oder nicht“, sagte Seehofer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

„Hü oder Hott“, sagte er am Freitag dem Fernsehsender N24. Nach der starken Beanspruchung durch die langen Beratungen sollten die Gespräche von Union, FDP und Grünen bald beendet werden. „Ich hoffe, dass wir das am Sonntag schaffen“, sagte der bayerische Ministerpräsident.

Beim wohl strittigsten Punkt Migration und Familiennachzug zeigte sich Seehofer aber unbeweglich. „Es geht um einige Hunderttausend Personen, die für eine Familiennachführung in Frage kommen“, sagte er. Kontingente etwa von 500 Menschen pro Monat seien da keine Lösung.

Deutliche Worte zu Grünen-Gerüchtestreuer

„Wir wollen eigentlich überhaupt keinen Familiennachzug für Menschen, die nur vorübergehend bei uns Schutz finden“, sagte Seehofer. Für diese Personen sollte die Familienzusammenführung in den Herkunftsländern stattfinden.

Dass Seehofer und Dobrindt nicht auf einer Linie sind und sich stattdessen mit Machtgerangel aufhalten, bestritt der bayerische Ministerpräsident vehement: „Vollkommener Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn. Ich habe heute mit dem Urheber dieses Gerüchts gesprochen und damit ist diese Angelegenheit für mich erledigt. Ich habe ihn gefragt, wie er darauf kommt. Da sagte er, ‚wir vermuten, wir glauben, wir haben gehört...’ – Ich hoffe, dass er künftig nach den Fakten geht.“

dpa/mke

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