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CSU-Chef Horst Seehofer will an der Forderung einer Flüchtlings-Obergrenze festhalten.

Notfalls soll ein eigener „Bayern-Plan“ her

Seehofer: CSU-Glaubwürdigkeit hängt an Obergrenze

München - Ein Verzicht auf die Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge würde der CSU nach Ansicht von Parteichef Horst Seehofer schwer schaden. 

„Die Begrenzung der Zuwanderung ist seit eineinhalb Jahren ein Kernbestandteil bayerischer Politik. Ich kann jetzt nicht wegen des Wahlkampfes ein Kernelement plötzlich aufgeben. Dann ist die Glaubwürdigkeit futsch“, sagte er am Mittwoch in der BR-Fernsehsendung „Münchner Runde“.

Der Dissens zwischen CSU und CDU über eine Obergrenze von maximal 200 000 neuen Flüchtlingen pro Jahr ist ungelöst. Seehofer und die CSU fordern dies seit Monaten, CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel lehnt die Pläne nach wie vor ab. Forderungen wie diese, die die CDU nicht mitträgt, will die CSU in einem eigenen „Bayern-Plan“ verankern.

Seehofer sagte, er sehe trotz seiner monatelangen Dauerkritik Merkel nicht beschädigt oder geschwächt. „Ich möchte richtige Politik, aber nicht die Kanzlerin schwächen. Das war nie mein Ziel. Sie ist eine starke Kanzlerin.“

dpa

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