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Bundeskanzlerin Merkel und Horst Seehofer.

Sachthemen wichtiger als Personalthemen

Seehofer: Debatte über Merkels vierte Amtszeit ist „dämlich“

Landshut - CSU-Chef Horst Seehofer hat die Debatte über die politische Zukunft von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert.

„Das ist eine dämliche Diskussion, die ganz gewiss nicht von der CSU geführt wird“, sagte er am Montagabend am Rande einer CSU-Festveranstaltung im niederbayerischen Landshut. Es sei klar abgesprochen zwischen ihm und Merkel, dass die Personalfragen für die Bundestagswahl erst nach den Sachthemen geklärt werden sollten. „Die ewigen Diskussionen über Personen sorgen für Politikverdrossenheit.“

Es sei eine Politik der logischen Schritte. „Erst muss man darüber abstimmen, was man will und dann muss man sehen, mit welchen Personen man das machen kann“, betonte Seehofer. Er könne aber verstehen, dass die Medien eine andere Diskussion führen wollten. Es wäre aber falsch, mit großem zeitlichen Abstand zu den Wahlen schon über Namen zu sprechen. Das gelte für den Bund wie für Bayern. „Das können vielleicht Menschen machen, die wie Micky Mäuse in der Politik sind, aber keine Vollprofis.“

Seehofer betonte, es sei der Wille der CSU, gemeinsam mit der CDU in den Bundestagswahlkampf zu gehen. „Aber wir müssen erst schwierige Fragen klären.“ Er sei froh, dass die Union Merkel habe. Der CSU-Chef betonte aber auch, dass weder Merkel noch er selbst unersetzlich seien: „Niemand ist in keinem Bereich auf Gedeih und Verderb auf jemanden angewiesen.“

Mehrere Spitzenpolitiker der CDU machten sich am Montag dafür stark, dass Merkel auch bei der Wahl 2017 als Kanzlerkandidatin antritt. Die CDU-Chefin selbst vermeidet bislang eine Festlegung in dieser Frage. Im Sommerinterview mit der ARD am Sonntag hatte sie ihre Formulierung der vergangenen Wochen wiederholt, sich "zum gegebenen Zeitpunkt" erklären zu wollen.

dpa

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