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Horst Seehofer (links) und der ungarische Regierungschef Viktor Orban haben am Donnerstag am Mittwoch ihre Gemeinsamkeiten betont.

Seehofer empfängt umstrittenen ungarischen Staats-Chef

München - Trotz regelmäßiger EU-Kritik an der ungarischen Politik pflegen Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und der ungarische Regierungschef Viktor Orban den engen Schulterschluss.

Nach einem Gespräch in München kündigten beide Spitzenpolitiker am Donnerstag eine noch engere Zusammenarbeit der beiden Länder an. Sie verwiesen auf gleich gelagerte Interessen und Forderungen: etwa nach mehr Gewicht für die Länder und Regionen in der Europäischen Union. „Das Besondere des Kommens nach Bayern ergibt sich auch dadurch, dass das der Ort in Europa ist, wo man uns versteht“, sagte Orban.

Seehofer und Orban lobten dabei auch den Verkauf der MKB-Bank von der BayernLB an den ungarischen Staat. „Der Verkauf an den ungarischen Staat ist für beide Seiten mit zufriedenstellenden Ergebnissen getätigt worden“, sagte Seehofer. Orban äußerte sich ähnlich.

Kritik der EU an der von Ungarn vorangetriebenen Gasleitung South Stream wies Orban zurück. Auch Österreich beteilige sich ja an dem Projekt: „Es lebe die österreichisch-ungarische Energiemonarchie.“

Orban wies außerdem zurück, dass es in Ungarn und anderen ehemals kommunistischen Ländern ein besonders Problem etwa mit antisemitischen Tendenzen gebe. Er sehe derlei Bedrohungen eher in einigen westeuropäischen Ländern, sagte der Ministerpräsident.

Seehofer hob unter anderem die Bedeutung Ungarns beim Ende der europäischen Teilung vor 25 Jahren: „Ungarn hat entscheidend dazu beigetragen, dass unser Vaterland wiedervereinigt werden konnte.“

dpa

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