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Horst Seehofer will die Briten nicht zu einem schnellen EU-Austritt drängen.

Nach Brexit-Votum

Seehofer ermahnt Brüssel: Auch EU muss liefern

München - Der CSU-Chef will die Briten nicht zum schnellen Austritt aus der EU drängen. Und betont: In der Politik sei "nie etwas alternativlos."

CSU-Chef Horst Seehofer hält nach dem Brexit-Votum in Großbritannien nichts von Drohungen, um London zu einem schnellen Austritt aus der EU zu drängen. „Die Entscheidung liegt bei den Briten“, sagte Seehofer am Mittwoch in München. „In der Politik ist eine alte Erfahrung, dass nie etwas alternativlos ist.“ Die Partnerschaft zwischen Großbritannien und Deutschland solle „fair und vernünftig“ gestaltet werden.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und viele andere Europapolitiker - darunter auch CSU-Vize Manfred Weber - drängen auf einen schnellen Austritt Großbritanniens, die Mehrheit im Europaparlament hatte am Dienstag eine entsprechende Resolution verabschiedet. 

Seehofer mahnte seinerseits Brüssel: „Auch die Europäische Union ist in einer Lieferpflicht, nämlich für eine Politik, die in der Bevölkerung mehr Akzeptanz findet.“ Die Kommission solle sich mehr um die großen Themen kümmern, sagte der Ministerpräsident am Rande der CSU-Landtagsfraktionssitzung. Als Beispiel nannte er die Bekämpfung der sehr hohen Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa.

dpa

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