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CSU-Chef Horst Seehofer.

Markige Aussage vor dem Gipfel

Seehofer droht fünf Millionen Dieselbesitzern mit Fahrverboten

Vor dem Dieselgipfel der Autokonzerne mit der Regierung lässt der CSU-Chef Millionen von Autofahrern in Deutschland zittern. Ihnen drohen nämlich Fahrverbote.

München - Ohne eine Lösung für die rund fünf Millionen alten Dieselfahrzeuge der Normen Euro-3 und Euro-4 werden laut CSU-Chef Horst Seehofer Fahrverbote in Deutschland immer wahrscheinlicher. „Ich will, dass modernere Autos die älteren Autos ablösen“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag in München mit Blick auf den Dieselgipfel am Mittwoch in Berlin. Nur eine Umrüstung und mehr Elektrofahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr reichten nicht aus. Die CSU lehnt generelle Fahrverbote für Diesel kategorisch ab.

Beim Dieselgipfel wollen Vertreter von Bund, Ländern, Branchenverbänden, einiger Kommunen sowie der IG Metall und der Autoindustrie über Lösungen für die Dieselkrise beraten. Hintergrund sind auch drohende Fahrverbote für ältere Diesel-Autos in einigen Städten wegen deutlich zu hoher Luftverschmutzung.

Seehofer hatte bereits in den vergangenen Tagen genau wie sein niedersächsischer Amtskollege Stephan Weil (SPD) Kaufprämien für Diesel ins Gespräch gebracht. In einem Entwurf von Bund und Ländern zu dem Treffen, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sind jedoch keine steuerlichen Kaufanreize mehr hinterlegt. Für Seehofer ist es aber auch wichtig, den oft nicht finanzstarken Besitzern der älteren Diesel eine „Chance“ zu geben, ihre alten Diesel abzugeben. „Die hätte ich persönlich lieber schneller aus dem Markt, auch mit Anreizen.“

dpa

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