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Münchner Tram durch den Englischen Garten: Spaenle (links) gegen Seehofer.

Umstrittene Verkehrsprojekte

Seehofer gegen Spaenle: CSU-Krach um Münchner Tram-Projekt

Nachdem sich Ministerpräsident Horst Seehofer für eine Tram durch den Englischen Garten ausgesprochen hat, meldet sich der Münchner CSU-Vorsitzende Ludwig Spaenle zu Wort. 

München - Zwischen Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und seinem Kultusminister, dem Münchner CSU-Vorsitzenden Ludwig Spaenle, gibt es offenen Krach um ein Nahverkehrsprojekt in der Landeshauptstadt: Seehofer hatte sich Ende vergangener Woche überraschend für eine Tram durch den Englischen Garten ausgesprochen - anders als die Münchner CSU über Jahrzehnte hinweg. „Eine schmale Trambahn, im Akkubetrieb und ohne Oberleitung - ich habe Sympathien dafür“, bekräftigte Seehofer im Münchner Merkur. Vor einer CSU-Vorstandssitzung am Montag erläuterte er seinen Vorstoß: Wenn man Diesel-Fahrverbote in Großstädten abwenden wolle, brauche es ein ganzes Bündel an Maßnahmen, unter anderem eine massive Verstärkung des öffentlichen Nahverkehrs.

Spaenle, der als Kultusminister auch für den Denkmalschutz zuständig ist, bleibt aber auf Konfrontationskurs: „Ich als der zuständige Ressortminister werde meine Hand zu diesem Plan nicht reichen“, sagte er. Er sprach von einer „hochproblematischen Lage“ für die mögliche Tram-Strecke in dem Park, der sowohl dem Landschafts- als auch dem Denkmalschutz unterliege.

dpa

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