+
Horst Seehofer auf dem CSU-Parteitag 2017 in Nürnberg.

Meinung geändert

Seehofer verrät: Von diesem Politiker ist er mittlerweile schwer enttäuscht

  • schließen

Innenminister Horst Seehofer war einst begeistert von einem bestimmten Politiker, lobte seine Tatkraft und Entschlossenheit. Inzwischen stört ihn einfach „alles“ an ihm, wie er sagt.

München/Berlin - Bundesinnenminister Horst Seehofer war noch bayerischer Ministerpräsident, als er sich sehr beeindruckt über den frisch gewählten US-Präsidenten Donald Trump zeigte. Als einer der wenigen deutschen Politiker konnte er sich für den Milliardär, der unerwartet zum mächtigsten Mann der Welt geworden war, begeistern. 

Lesen Sie auch: Gespräche veröffentlicht - Putin zu Trump: „Wir haben die schönsten Prostituierten“

Gegenüber dem Spiegel lobte er damals  „Konsequenz und Geschwindigkeit“, mit der Trump die Dinge anpacke - und wünschte, Deutschland würde sich eine Scheibe abschneiden. "In Deutschland würden wir da erst mal einen Arbeitskreis einsetzen, dann eine Prüfgruppe und dann noch eine Umsetzungsgruppe", habe Seehofer Mitte 2017 gesagt. Möglichst bald treffen wollte er sich damals mit dem neuen Mann im Weißen Haus.

Seehofers Begeisterung ist mittlerweile abgekühlt, wie er in einem aktuellen Spiegel-Interview sagte. "Was da in den letzten Monaten abgeliefert wurde, würde mich nicht veranlassen, meine Äußerungen zu wiederholen", wird Seehofer auf spiegel-online.de zitiert. 

Was stört den neun Bundes-Heimatminister an Trump? Seine ständigen Personalwechsel, sein Wettern gegen die Medien, seine unberechenbaren Tweets, seine angeblich zahllosen Affären? „Alles“, sagt Seehofer knapp. „Lassen wir das so stehen.“

Auch interessant: Nach OP: Edmund Stoiber schaut jetzt anders aus

smu

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Hamas feuert 220 Geschosse auf Israel
Militante Palästinenser feuern 220 Raketen und Mörsergranaten auf israelisches Gebiet. Israel bombardiert Dutzende Hamas-Ziele in dem schmalen Küstenstreifen. Hält eine …
Hamas feuert 220 Geschosse auf Israel
Nach Italiens Appell: Deutschland nimmt 50 Flüchtlinge auf
Die Regierung in Rom kennt kein Pardon: Wieder lässt sie gerettete Migranten stundenlang im Mittelmeer ausharren. Die Taktik scheint aufzugehen.
Nach Italiens Appell: Deutschland nimmt 50 Flüchtlinge auf
Donald Trump bezeichnet EU als „Feind“ – und leistet sich weiteren Queen-Fauxpas
Donald Trump hat bei seinem Großbritannien-Besuch die Gastgeber irritiert. Bei der Queen patzte er gleich mehrfach. Und dann bezeichnete er auch noch die EU als „Feind“. …
Donald Trump bezeichnet EU als „Feind“ – und leistet sich weiteren Queen-Fauxpas
Trumps Weltsicht: US-Präsident bezeichnet EU, Russland und China als "Gegner“
US-Präsident Donald Trump hat die EU, Russland und China in einem Interview als "Gegner" bezeichnet.
Trumps Weltsicht: US-Präsident bezeichnet EU, Russland und China als "Gegner“

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.