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Horst Seehofer will 2017 eines seiner beiden Spitzenämter aufgeben. Foto: Nicolas Armer/Archiv

"Nicht ewig den Libero machen"

Seehofer plant 2017 Verzicht auf Spitzenamt

Horst Seehofer will nicht "nicht ewig den Libero machen" - 2017 soll Schluss sein mit der Doppelbelastung als CSU-Vorsitzender und bayerischer Regierungschef.

Berlin (dpa) - Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer will kürzer treten und im nächsten Jahr eines seiner Ämter aufgeben.

"Ich kann für die CSU nicht ewig den Libero machen. Einmal soll ich die absolute Mehrheit in München holen und dann die bayerischen Interessen in Berlin durchsetzen", sagte Seehofer der "Bild am Sonntag".

"Wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit im nächsten Bundestag sieben Parteien haben. Damit wir da den anderen die Stirn bieten können, brauchen wir den CSU-Chef und weitere starke Kräfte in Berlin", fügte der 67-Jährige hinzu.

Eine Ämtertrennung habe es früher schon gegeben, sagte Seehofer, und damit sei die CSU "auch gut gefahren: Alfons Goppel war Ministerpräsident und Franz Josef Strauß als CSU-Chef in Bonn. Edmund Stoiber war Ministerpräsident und Theo Waigel als CSU-Chef in Bonn".

Zur Frage, ob er Spitzenkandidat für die Bundestagswahl werden wolle, sagte Seehofer der Zeitung: "Es ist schön, wenn die Menschen in Bayern der Meinung sind, dass das am besten der Seehofer machen kann. Das löst aber nicht mein Libero-Thema."

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