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Schwört die CSU auf einen Wahlkampf um jede Stimme ein: Horst Seehofer.

Seehofer: Wahlkampf um jede Stimme

Kreuth - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat die CSU-Landtagsfraktion auf einen engagierten Wahlkampf um jede Stimme eingeschworen.

Seehofer und Fraktionschef Georg Schmid verwiesen darauf, dass es in dieser Legislaturperiode noch viel zu tun und zu entscheiden gebe. Als Beispiele nannten sie den umstrittenen Donauausbau, die bayerischen Studiengebühren und die geplanten Verfassungsänderungen. „Wir spielen nicht auf Zeit, sondern haben uns harte Arbeit vorgenommen für die kommenden Monate“, sagte Schmid.

Seehofer machte auch deutlich, dass er bis zur Landtagswahl keine Selbstbeschäftigung und keine Personaldebatten in der CSU mehr wolle. Bis September gelte: „Wir wählen den Ministerpräsidenten und keinen Nachfolger.“ Parteiinterne Debatten hätten „in wahlkampffreien Zeiten einen gewissen Unterhaltungswert“, sagte Seehofer - und betonte: „Aber damit ist Schluss.“ Auch er selbst will sich nach eigenen Worten daran halten. „Von mir werden Sie in den nächsten Monaten nur noch Auseinandersetzungen mit dem, was das Land bewegt, hören.“

Kritik an Seehofers umstrittenem Führungsstil oder dessen Angriffen auf den bayerischen Finanzminister Markus Söder (CSU) im Dezember gab es nach Angaben von Teilnehmern in Kreuth nicht.

Seehofer und Schmid stellten die große Geschlossenheit der CSU zu Beginn des Wahljahres heraus. „Wir sind in dieses Jahr 2013 als CSU bestens gestartet“, betonte der Parteichef. Er bezeichnete die Fraktionsklausur als „Volltreffer“, auch wegen des neuen CSU-Arbeitsmarktkonzepts mit der Forderung nach tariflich vereinbarten Mindestlöhnen. Ein Gesprächsangebot des Deutschen Gewerkschaftsbundes dazu werde er annehmen, kündigte Seehofer an.

Ein Termin für die Landtagswahl steht - ebenso wie für die Bundestagswahl - immer noch nicht fest. Ende Januar werde man in der Berliner Koalition über den Bundestagswahltermin reden - und im Lichte dessen dann in der Münchner Koalition entscheiden, sagte Seehofer.

dpa

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