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Ein Friedensgipfel? Thomas Kreuzer will Horst Seehofer und Markus Söder an einen Tisch bringen.

Seehofer und Söder

CSU plant Friedensgipfel

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München - Ein bisschen Frieden in der CSU? Fraktionschef Thomas Kreuzer will einen Gipfel zwischen Horst Seehofer und Markus Söder organisieren.

Nach den schärfer werdenden Attacken zwischen Finanzminister Markus Söder und Ministerpräsident Horst Seehofer soll eine Art Friedensgipfel für Entspannung in der CSU sorgen. In einer Sitzung der CSU-Landtagsabgeordneten kündigte Fraktionschef Thomas Kreuzer einen solchen Vorstoß an.

Er wolle sich „mit den Beteiligten zusammensetzen“, damit die Konfliktsituation ende, wird Kreuzer von Teilnehmern der Sitzung am Mittwochnachmittag zitiert. „Ich halte ein solches Gespräch für notwendig“, sagte er, weil sonst eine Situation entstehen könne, die für die CSU gefährlich sei. Die Abgeordneten reagierten mit Beifall. Seehofer war nicht im Raum, er ist auf dem Rückweg von Berlin. Söder war anwesend.

Söder und Seehofer streiten seit Monaten hinter den Kulissen um die Nachfolgefragen in der CSU und die Spitzenkandidatur in Berlin; bevorzugt, ohne sich wechselseitig namentlich zu nennen. Am Montag gipfelte die Auseinandersetzung in einem abfälligen Satz Seehofers, wer „täglich Förderbescheide verteilt“, sei „noch kein Stratege“. Die beiden sehen sich zwar beinahe täglich in Kabinetts-, Fraktions- und Parteisitzungen, vermeiden aber tunlichst eine Aussprache untereinander.

Ort oder Zeit für das Treffen sind nicht benannt, Kreuzer plant nach Angaben aus Fraktionskreisen aber eine zügige Umsetzung seines Plans. Seehofer hatte Einzelgespräche erst für Anfang 2017 angepeilt, um dort dann auch über die Spitzenkandidatur für den Bundestag und den Parteivorsitz zu reden. In der CSU wächst die Unruhe über die fortgesetzten Sticheleien des Führungspersonals. Jüngst hatten sich Abgeordnete offen für oder gegen Seehofer positioniert. Eine Fortsetzung der Dauerfehde dürfte zu einer Vertiefung der Gräben in der CSU führen.

Seehofers Reaktion auf die Pläne ist nicht bekannt. Er wird am Donnerstag zu einer Landtagssitzung erwartet. Ihn dürfte der Vorstoß aber nicht überraschen, sagen Parteifreunde.

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