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Glaubt man CSU-Chef Horst Seehofer, werden die SPD-Flirtversuche mit der FDP das linke Lager verunsichern. 

„Das ist eher für uns nützlich“

Seehofer: Darum nützen SPD-Flirtversuche mit der FDP der Union

München/Berlin - Die Flirtversuche des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz mit der FDP sind nach Ansicht von CSU-Chef Horst Seehofer kein Grund zur Beunruhigung in der Union.

„Das ist eher für uns nützlich. Jetzt haben wir einige Wochen das Linksbündnis gehabt, jetzt haben wir ein neues Bündnis, das wird alle auf der linken Seite verunsichern“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Donnerstag am Rande der Landtagssitzung in München. „Und am Schluss weiß niemand mehr, was die SPD will. Und das werden wir in aller Ruhe ausfüllen mit solider Politik und klarer Ansage für den Wahlkampf.“

Schulz lobt Lindner und sozialliberale Koalition von 1982

Zuvor hatte Schulz in Berlin die Verdienste der 1982 zerbrochenen sozialliberalen Koalition gelobt. „Die sozialliberale Koalition auf Bundesebene hat Deutschland ganz sicher moderner und demokratischer gemacht“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Auch zur strategischen Ausrichtung der FDP unter Parteichef Christian Lindner äußerte sich Schulz wohlwollend. „Christian Lindner hat erklärt, die FDP wolle keinen Steuerwahlkampf führen. Das finde ich bemerkenswert.“ Schulz bekräftigte, er werde sich darauf konzentrieren, die SPD bei der Bundestagswahl im September zur stärksten Kraft zu machen. Aber: „Mit Christian Lindner werde ich mich bestimmt auch mal treffen.“

dpa

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