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Horst Seehofer will mit der CDU friedlich in den Wahlkampf ziehen. 

Friedensangebot aus Bayern

Darum duldet Seehofer keinerlei Kritik an Merkel

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München - Noch vor Kurzem polterte CSU-Chef Horst Seehofer gegen Angela Merkel. Jetzt duldet er keinen Funken Kritik mehr an der Bundeskanzlerin. Woher kommt der Sinneswandel?

„Wir werden nur mit Angela Merkel diesen Wahlkampf gewinnen. Das ist unser größter Trumpf. Und mit niemandem sonst.“ Dieses Statement gab Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer erst vor einigen Tagen der Deutschen Presseagentur. Eine klare 180-Grad-Drehung mit der nicht jeder in der CSU zurecht kommt, denn ab sofort duldet Seehofer keinerlei Kritik an der Bundeskanzlerin. 

Doch woher kommt dieser Sinneswandel? Ist es ein letzter Versuch die Ehe zwischen CDU und CSU zu kitten? Wie der CSU-Kenner Prof. Heinrich Oberreuter von der Universität in Passau der Bild-Zeitung erklärt, wisse Seehofer, dass CDU und CSU nur gemeinsam siegen können. Dennoch soll es viele Zweifler in der CSU-Spitze geben. Wie die Bild aus Seehofers Umfeld erfahren haben will, soll er die Kurve zu spät gekriegt haben und aus diesem Grund nun zur Übertreibung neigen. Soll heißen: Jegliche Kritik aus den Reihen der CSU an der Bundeskanzlerin ist mit sofortiger Wirkung einzustellen. 

Seehofers Kurs zu Merkel: Probleme bei der Flüchtlingsfrage

Doch wird Angela Merkel die vielen Anfeindungen aus Bayern vergessen können? Vor allem in der Flüchtlingsfrage herrscht eine tiefe Kluft zwischen CDU und CSU. Seehofer scheint jedoch verstanden zu haben, dass die CSU nur gemeinsam mit Angela Merkel in den Bundestagswahlkampf ziehen kann. In Bayern liegt Umfragen zufolge Angela Merkel deutlich vor SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. 

Alle Infos rund um die Bundestagswahl 2017 haben wir hier für Sie zusammengefasst. Außerdem halten wir Sie über die aktuellen Umfragwerte stets auf dem Laufenden

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