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Steht heftig in der Kritik: Christine Haderthauer.

Modellauto-Affäre

Seehofer stellt sich hinter Haderthauer

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München - Christine Haderthauer bekommt Rückendeckung vom Chef: Horst Seehofer stellt sich hinter die Leiterin seiner Staatskanzlei. Die Opposition will aber weiterbohren.

Die Opposition legt sich schwer ins Zeug: Der SPD-Rechtspolitiker Horst Arnold hat zu einer Pressekonferenz in der Causa Haderthauer geladen. Er redet fast eineinhalb Stunden lang. Er präsentiert seine Anfragen der vergangenen Monate und die Antworten der Staatskanzlei. Steuerbescheide der Firma „Sapor“. Kaufverträge mit einem verurteilten Dreifachmörder, der hochwertigste Modellautos bastelt. Nur bei der Quintessenz der ganzen Affäre bleibt Arnold seltsam vage. Habe Christine Haderthauer nun gelogen, wie es die Grünen meinen? Sie vertrete eine „abwegige Rechtsmeinung“. Aha. Und solle Haderthauer zurücktreten? Sie sei für ihr Amt „derzeit nicht geeignet“. Wenn sich die Ministerin erkläre, könne sich das aber ändern.

Vor drei Tagen ist öffentlich geworden, dass Hubert Haderthauer juristisch gegen die Nennung seines Namens rund um die Modellauto-Affäre vorgeht. Sein Anwalt sieht ihn nicht als Person des öffentlichen Lebens. Da er die Klagen – unter anderem gegen unsere Zeitung – aber mit Material aus dem offiziellen Staatskanzlei-Pressespiegel untermauerte und zudem die Pressestelle der Regierungszentrale aktiv wurde, wirft die Opposition ihm und vor allem seiner Frau Einschüchterung der Medien vor. Christine Haderthauer, so die Forderung, soll zurücktreten. Die Ministerin steht unter Druck: Doch die Pressekonferenz der SPD zeigt, dass derzeit zumindest keine neue Munition gefunden wird.

Horst Seehofer, am Dienstag noch sehr einsilbig, hat sich von Haderthauer inzwischen ausführlich informieren lassen. Sein Schluss: „Ministerin Haderthauer führt ihr Amt völlig korrekt. Sie hat mein volles Vertrauen.“ Und kämpferisch fügt er hinzu, er werde entschieden „allen Aktionen entgegentreten, die das erkennbare Ziel verfolgen, Personen herabzusetzen oder sie politisch zu vernichten“.

Diskussionen könnte es nun geben, wie lange Frau Haderthauer an der gemeinsamen Firma „Sapor Modelltechnik“ beteiligt war. Sie selbst behauptet, 2003 ausgeschieden zu sein. Die SPD zweifelt das an. Das BR-Magazin „Kontrovers“ berichtet, die Internet-Domain der Firma sei bis 2009 auf Haderthauer gelaufen. Sie selbst kann sich daran nicht erinnern. Möglicherweise wird all dies in einem Untersuchungsausschuss geklärt. Nach Grünen und Freien Wählern schloss dies am Mittwoch auch die SPD nicht aus.

Von Mike Schier

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