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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit Altkanzler Helmut Kohl (CDU) im Mai 2013 in Hof.

Ministerpräsident würdigt Altkanzler

Seehofer über Kohl: "Ein großer Visionär"

München - Einzigartige Verdienste zum Wohle Deutschlands - Horst Seehofer und Kardinal Reinhard Marx würdigen Altkanzler Helmut Kohl an dessen 85. Geburtstag.

Update vom 16. Juni 2017: Ihm haben wir die Einheit zu verdanken. Altkanzler Helmut Kohl ist tot. Er starb am Freitag mit 87 Jahren in seinem Haus in Ludwigshafen.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat Altkanzler Helmut Kohl anlässlich dessen 85. Geburtstags an diesem Freitag als herausragenden Staatsmann gewürdigt. Als Architekt der Wiedervereinigung habe Kohl die deutsche Geschichte in unauslöschlicher Weise geprägt, erklärte der CSU-Vorsitzende am Donnerstag in München. Dem CDU-Politiker gebühre Dank und Respekt.

„Die Meisterschaft, mit der Helmut Kohl unser Land durch die bewegten Jahre 1989 und 1990 gesteuert hat, ist oft beschrieben und stets zu Recht gerühmt worden. Wir ehren in ihm einen deutschen Patrioten, einen leidenschaftlichen Europäer und einen großen Visionär“, betonte Seehofer. Kohls politischer Gestaltungskraft und Entschlossenheit sei es zu verdanken, dass die deutsche Wiedervereinigung nach 40 Jahren gewaltsamer Trennung wahr geworden sei. „Für seine einzigartigen Verdienste zum Wohle Deutschlands und Bayerns sage ich ihm mit dem Ausdruck meines größten Respekts danke und Vergelt's Gott.“

Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat die Verdienste von Altkanzler Helmut Kohl (CDU) um die europäische Einigung gewürdigt. „Ihnen war es immer ein Anliegen, ein Europa der Freundschaft und ein Europa ohne Mauern zu bauen“, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Gratulationsschreiben zu Kohls Geburtstag. „Dazu haben Sie in besonderer Weise beigetragen, und Sie können dankbar auf ein beachtliches Lebenswerk zurückblicken.“ Marx hob auch Kohls offenes Bekenntnis zum christlichen Glauben hervor: „Für diesen Einsatz, aber auch für Ihre sozialpolitischen Überzeugungen, die deutlich von der Soziallehre der katholischen Kirche geprägt waren, sind wir Ihnen ebenfalls dankbar.“

dpa

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