Asylbewerber stehen in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung im bayerischen Zirndorf. Foto: Daniel Karmann/Archiv
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Asylbewerber stehen in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung im bayerischen Zirndorf. Foto: Daniel Karmann/Archiv
Hans-Eckhard Sommer (l) und Horst Seehofer stellen den Migrationsbericht der Bundesregierung 2016/2017 vor. Foto: Kay Nietfeld
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Hans-Eckhard Sommer (l) und Horst Seehofer stellen den Migrationsbericht der Bundesregierung 2016/2017 vor. Foto: Kay Nietfeld
Ein Bamf-Mitarbeiter prüft unter UV-Licht die Echtheit eines Passes aus Syrien. Foto: Jan Woitas
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Ein Bamf-Mitarbeiter prüft unter UV-Licht die Echtheit eines Passes aus Syrien. Foto: Jan Woitas
Ein Bamf-Mitarbeiter nimmt in einem saarländischen Aufnahmezentrum den Fingerabdruck eines Flüchtlings. Foto: Oliver Dietze
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Ein Bamf-Mitarbeiter nimmt in einem saarländischen Aufnahmezentrum den Fingerabdruck eines Flüchtlings. Foto: Oliver Dietze
Identitätsprüfung durch einen Mitarbeiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge in Zirndorf. Foto: Daniel Karmann
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Identitätsprüfung durch einen Mitarbeiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge in Zirndorf. Foto: Daniel Karmann
Kopien ausländischer Zeugnisse und Ausbildungsnachweise: Menschen mit Migrationshintergrund sind häufiger ohne Job. Foto: Ulrich Perrey
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Kopien ausländischer Zeugnisse und Ausbildungsnachweise: Menschen mit Migrationshintergrund sind häufiger ohne Job. Foto: Ulrich Perrey

162.000 neue Schutzsuchende

Zahl der Asylanträge sinkt um 16 Prozent

Die Zahl der Menschen, die in Deutschland Asyl beantragen, sinkt weiter. Allerdings sind unter denjenigen, die hierzulande um Schutz nachsuchen, auch viele, die nicht als Flüchtling anerkannt werden. Sie zur Rückkehr in die Heimat zu bewegen, ist oft schwierig.

Berlin (dpa) - Ausländer haben in Deutschland im vergangenen Jahr 185.853 Asylanträge gestellt. Das sind 16 Prozent weniger als im Jahr 2017. Zieht man die 23.922 Folgeanträge ab, ergibt sich eine Zahl von 161.931 neuen Schutzsuchenden. Hauptherkunftsländer waren erneut Syrien, der Irak und Afghanistan.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) betonte in Berlin, die Asyl-Zuwanderung habe 2018 deutlich unterhalb des von der großen Koalition festgelegten "Korridors" von 180.000 bis 220.000 Menschen gelegen. Die Regierung habe die Balance zwischen Humanität und Steuerung "in bemerkenswert guter Weise geschafft".

Über die organisierte Flüchtlingsaufnahme (Resettlement) und humanitäre Sonderprogramme kamen 2018 nach Angaben des Bundesinnenministeriums rund 3400 Menschen nach Deutschland. Weitere 38.500 Angehörige von Flüchtlingen durften mit Visa für den Familiennachzug einreisen. Berücksichtigt man die rund 23.500 Abschiebungen und Rücküberstellungen an andere EU-Staaten und die freiwillige Rückkehr von 16.000 Asylbewerbern, ergibt sich netto eine Asyl-Zuwanderung von rund 165.000 Menschen.

Seehofer sagte, die Wege, auf denen Asylbewerber nach Europa kämen, hätten sich zuletzt verändert. Es sei deutlich, "dass der Schwerpunkt zurzeit in Spanien liegt".

Im vergangenen Jahr wurden knapp 35 Prozent aller Asylanträge abgelehnt. Anderweitig erledigt haben sich rund 30 Prozent der Anträge: etwa durch eine Zuweisung in ein anderes EU-Land nach dem sogenannten Dublin-Verfahren oder weil der Antrag zurückgezogen wurde.

Der Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Hans-Eckhard Sommer, warb für eine vorübergehende Verlängerung der Fristen für die Widerrufsprüfung. Diese Prüfung steht in der Regel drei Jahre nach der Anerkennung des Flüchtlings an. Dabei wird - bevor er eine Niederlassungserlaubnis erhält - angeschaut, ob der Ausländer weiterhin Anspruch auf Schutz hat. Das hängt vor allem von der Lage im Herkunftsland ab, aber auch von möglichen neuen Erkenntnissen zur Identität.

Laut Sommer stehen rund 750.000 Prüfungen in den nächsten Jahren an. "Das wird einen Großteil unserer Ressourcen binden", sagte Sommer. Es sei wichtig, dass sein Amt nicht in eine "neue Überforderungssituation" gerate.

Seehofer stellte eine Gesetzesinitiative mit einer Sonderregelung für die Überprüfung von Entscheidungen aus den Jahren 2015 bis 2017 in Aussicht. Er sagte: "Da sind wir auch in der Koalition einig, das haben wir in der letzten Woche festgelegt."

Bamf zu den Migrationsberichten

Mitteilung zu Asylzahlen vom November

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