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Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer und Kanzlerin Angela Merkel

Für Angela Merkels Wahlkampf

Seehofer: CSU wird zum "schnurrenden Kätzchen"

Hannover - Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat Kanzlerin Angela Merkel versprochen, seine Partei werde sich in den kommenden Monaten wie "ein schnurrendes Kätzchen" verhalten. Damit verfolgt er ein konkretes Ziel.

Harmonie statt Kontroverse: Der für seine internen Querschüsse bekannte CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat CDU-Chefin Angela Merkel für das Wahljahr 2013 einen engen Schulterschluss versprochen. Die CSU sei „fest entschlossen, dass wir in den nächsten Monaten ein schnurrendes Kätzchen sind und kein brüllender Löwe“, sagte Seehofer am Mittwoch bei seinem Auftritt vor dem CDU-Parteitag in Hannover. „Wenn wir zusammenstehen, können wir 2013 zum goldenen Jahr für die Union machen.“

Seehofer präsentierte sich als uneingeschränkter Fan von Merkel und nannte sie „unsere Vorsitzende“. Merkel repräsentiere die christliche Union in Deutschland und der Welt. „Wir sind stolz auf Dich“, sagte Seehofer und ergänzte: „Du bist unsere Nummer Eins.“ Nach Merkels Wiederwahl zur Vorsitzenden mit einem Ergebnis von rund 97 Prozent am Vortag betonte er, „ein solches kubanisches Ergebnis“ sei bislang nicht einmal einem CSU-Chef vergönnt gewesen.

Die Union müsse sich vor dem Wahljahr nicht fürchten. CDU und CSU hätten Deutschland in eine „wunderbare Zeit“ geführt. Seehofer unterstrich, an der Koalition mit der FDP trotz punktueller Schwierigkeiten festhalten zu wollen. „Weil wir so erfolgreich sind, in Berlin wie in München, dürfen wir die Koalitionen, in denen wir uns im Moment befinden, nicht infrage stellen.“

Die Bundesregierung: Merkel und ihre Minister

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„Ich bitte euch inständig, keine anderen Koalitionsfantasien zu diskutieren“, sagte Seehofer. Schwarz-Gelb sei zwar nicht jeden Tag einfach, aber letztlich erfolgreich. Möglichen Bündnissen mit den Grünen erteilte der CSU-Chef eine Absage. Niemand solle glauben, die Grünen seien jetzt eine Kraft der politischen Mitte. „Erhöhung der Erbschaftssteuer, Wiedereinführung einer Vermögensabgabe, höhere Abgeltungssteuer, höhere Einkommenssteuer, Einheitsschule - die Grünen sind weiter nach links gerückt.“

Merkel nutzte den Parteitag, um die CDU auf eine große Kraftanstrengung bis zur Bundestagswahl im Herbst 2013 einzustimmen. Zum Abschluss des zweitägigen Parteitags in Hannover sagte sie am Mittwoch: „Wir haben jetzt zehn arbeitsreiche Monate vor uns.“ Die CDU werde viel Überzeugungsarbeit leisten müssen. Mit ihrem einstimmig beschlossenen Leitantrag sei die CDU programmatisch vorangekommen. Sie habe wichtige Themen strittig und fair diskutiert. Das sei eine Grundlage für das Wahlprogramm, das die CDU mit der CSU erarbeiten werde.

dpa

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