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Horst Seehofer will auf jeden Fall bis 2018 Ministerpräsident bleiben.

Posten als CSU-Vorsitzender

Seehofer nennt möglichen Zeitpunkt für seine Nachfolge

München - CSU-Chef Horst Seehofer hat ein mögliches Szenario für seine Nachfolge angedeutet. Dabei trennt er allerdings zwischen seinen beiden derzeitigen Ämtern.

Update: Patient Horst Seehofer - kommt es zu einem überraschenden Amtsverzicht?Sein Amt als bayerischer Ministerpräsident wolle er bis zum Ende der Wahlperiode 2018 ausüben, seinen Posten als CSU-Vorsitzender könnte er hingegen schon früher aufgeben, sagte Seehofer der "Welt am Sonntag".

Im November wolle er sich noch einmal für zwei Jahre als Parteichef wählen lassen. "Wie es 2017 an der Spitze der Partei weiter geht, lasse ich offen." Ministerpräsident wolle er aber auf jeden Fall bis zur Landtagswahl 2018 bleiben, "wenn mir der Herrgott die Gesundheit schenkt".

Seehofer wandte sich vehement gegen den Eindruck, dass seine Partei bundespolitisch an Bedeutung verliere. Die Rückschläge bei den CSU-Paradeprojekten Pkw-Maut und Betreuungsgeld wolle er als Argument nicht gelten lassen. "Da frage ich mich schon, was das mit der Durchsetzungsfähigkeit der CSU auf Bundesebene zu tun haben soll", sagte Seehofer.

Das Gesetz zum Betreuungsgeld war vom Bundesverfassungsgericht zu Fall gebracht worden, weil es nicht in die Zuständigkeit des Bundes falle. Bayern möchte es nun durch ein Landesgesetz ersetzen. Gegen das Projekt einer Pkw-Maut gibt es erhebliche europarechtliche Bedenken, so dass die Umsetzung derzeit fraglich ist.

AFP

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